Sonnenblumenöl – Helianthus annuus

Sonnenblumenöl ist ein sehr wertvolles Öl und muss nicht von weither geholt werden. Sie wächst in unserer nächsten Umgebung!
Die Sonnenblume kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde dort schon vor drei- bis viertausend Jahren von den Ureinwohnern, lange vor der Entdeckung Amerikas, angebaut. Mit den spanischen Pionieren kam sie dann vermutlich nach Europa und zählt heute zu den wichtigsten Öllieferanten.



Ich habe leider oft das Gefühl, dass dem Sonnenblumenöl ein wenig die „Lobby“ fehlt, die z.B. das Olivenöl hat. Viele Menschen wissen nicht wie viele  wertvoller ungesättigte Fettsäuren v.a. Linolsäure, im Sonnenblumenöl enthalten sind. Ausserdem weisst es einen hohen Vitamin-E-Gehalt vor. In meinen Seminaren habe ich sogar feststellen müssen, dass die meisten Teilnehmer gar nicht wussten wie ein kaltgepresstes Sonnenblumenöl riecht und schmeckt. Meist wird es in durchsichtigen Kunststoffflaschen im Discounter für ein paar Cent eingekauft. Hier handelt es sich aber um ein raffiniertes Produkt! (Hierzu bald mehr hier im Blog)

Linolsäure ist eine zweifach-ungesättigte Fettsäure, diese wirkt sich positiv auf die Haut und die Schleimhaut des Darmes aus. Sie sorgt für freie Arterien und einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel.
Vitamin E ist im allgemeinen ein gutes Zellschutzmittel.

Als Speiseöl ist es besonders wertvoll, wenn man es noch mit Pflanzenölen mischt, welche Ölsäure (einfach ungesättigt) und Alpha-Linolensäure mischt (z.B. Olivenöl, Rapsöl, Leinöl usw.). Es unterstützt die Funktion des Darmes und dessen Immunssystem, fördert von innen heraus die Heilung verschiedenster Hautprobleme, da es auf die Zellerneuerung der Haut einen positiven Einfluss ausübt.

Für die Hautpflege mischt man es mit Pflanzenölen die etwas länger Haltbar sind wie z.B. Jojobaöl, Sheabutter, Kokosfett usw.

Auch für die Anwendung als Ölziehkur ist es eine hervorragende Grundlage:
100 ml Sonnenblumenöl
3 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
2 Tropfen Thymian ct. linlalool (Thymus vulgaris)
3 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
davon morgens einen Eßlöffel in den Mund nehmen, ca. 2 – 3 Minuten kräftig spülen und zwischen den Zähnen durchziehen. Danach ausspucken und den Mund gründlich mit ausspülen. Zähne sorgfältig putzen. !!!Auf keinen Fall darf das Öl geschluckt werden!!!

Die Sonnenblumen drehen ihr Gesicht immer in Richtung Sonne


Juckende Kopfhaut
Sonnenblumenöl im Verhältnis 9:1 mit Sanddornfruchtfleischöl mischen
2 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
die Kopfhaut einmassieren, eine halbe Stunde einwirken lassen und danach auswaschen mit einem milden Bio-Shampoo.


Wer mehr zu dem Thema Basisöle und deren Wirkungen und Einsatzgebiete lernen möchte der kann das Seminar „Basisöle und Mazerate“ besuchen:
Seminar Basisöle und Mazerate (€ 95,–) (Pflanzenöle und Co.):  
03.September 2010, 09. Dezember 2010, 13. April 2011

Basisöle sind hochwertige kaltgepresste und naturreine Pflanzenöle, sie pflegen und nähren unsere Haut auf wirkungsvolle Weise und dienen als wertvolle Grundlage für die Herstellung eigener Pflegemischungen mit ätherischen Ölen.

Inhalte:
Qualität und Gewinnung
Inhaltsstoffe
Anwendungsgebiete
Indikationen
Herstellen und Erarbeitung von Pflegemischungen
Wirkstofföle

Praktische Übungen:

Riechen, schmecken, fühlen der Basisöle

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