Duftkommunikation

Duftkommunikation und die weniger bekannte Seite der ÄÖ, ihre seelisch-biologischen Themen
Christine Lamontain wird im März ein wunderschönes Seminar zu diesem Thema im ViVere-Seminarhaus geben. Sie hat ihre Ausbildung bei Martin Hengelein absolviert und wird in diesen zwei Tagen uns einen Einblick in das Thema ermöglichen.
Christine hat in folgendem Text wunderschön erklärt, was die Teilnehmer (innen) bei diesem Seminar erfahren, erleben und erlernen werden.
Mit Düften „Kommunikation führen“ oder zu kommunizieren, wie soll das gehen? Diese Frage taucht berechtigterweise auf  und lässt eine vorsichtig Haltung einnehmen – ist das etwas Esoterisches?
Nein, das ist es nicht!
Unsere Fähigkeit zu riechen und dies in doppelter Bedeutung – ich verströme selbst einen Geruch und ich nehme Gerüche wahr – ist ein lebendiges und grundlegendes kommunikatives Lebenselement. Unsere Luft zum Atmen und unsere Atemluft sind voll mit Duftmolekühlen und daran gebundenen Informationen, die unseren archaischen Impuls zum Überleben und zur menschlichen Weiterentwicklung Rechnung tragen. Warnung/Angst und Flucht/Starre oder Wohlbefinden und Entspannung, sind die Pole, die unser alltägliches Leben tangieren und im Wesentlichen bestimmen. Die Duftsignale unserer Umwelt vermitteln uns ein Bild und hinterlassen in unserem Geruchsgedächtnis einen (unbewussten) bleibenden Eindruck und lösen, ob wir wollen oder nicht, Gefühle aus. So können z.B. schlechte Gerüche auf Dauer zu physischen und psychischen Belastungen und Befindlichkeitsstörungen führen  (im Umweltmanagement eine bekannte „Größe“).
Die Irritation, die entsteht, wenn wir jemanden fragen, wie geht es dir und dann die Antwort erhalten: Danke, mir geht es gut… aber bei der Umarmung spüren, irgendetwas stimmt da nicht, hat sicherlich jeder schon einmal erlebt. Was ist geschehen? Der gefühlsmäßige Zustand einer Person hat Einfluss auf ihre „innere Biochemie“. Angst und Stress kann man riechen – Glück und Verliebtsein auch. Und genau diese „Duftinformationen“ nehmen wir unbewusst war.
Was hat das Ganze nun aber mit dem Duft der ÄÖ zu tun und welchen Vorteil soll es haben, wenn im Pflegealltag nicht nur die hilfreiche biochemische Seite der ÄÖ im Vordergrund steht sondern auch dem Duft eine Beachtung geschenkt wird?
Folgende Situation: frau hat ihr ganzes fundiertes Wissen über ÄÖ verantwortungsvoll aufgewandt, um in einer Situation einem Menschen hilfreiche Unterstützung anzubieten. Anstatt eine „angenehmere und glücklichere Situation für diesen Menschen hervorzurufen, kommt ein schlichtes und ablehnendes NEIN! Das mag ich nicht, das riecht nicht gut …!
Frustration auf beiden Seiten gratis.
Wie kann es sein, dass das, vom aromapflegerischen Standpunkt, optimale ÄÖ abgelehnt wird? Es ist möglicherweise sein Duft, der dies bewirkt, verbunden mit einer unbewußten „Duftinformationsspeicherung“ beim Empfänger.

Die ÄÖ haben als Ausgangspunkt eine lebendige Pflanze. Eine Pflanze, die sich in einer Umgebung entwickelt, durchgesetzt, gewehrt, mit anderen Pflanzen kommuniziert und über „Lockmechanismen“ dafür gesorgt hat, dass ihre Art erhalten bleibt. Diese Pflanze hat aus dem Boden, Wasser und Mineralien aufgenommen, aus der Luft, das „Atembare“, das Licht, die Sonne, den Regen, die Jahreszeiten. Sie hat sich in ihrer Evolution „Strategien“ angeeignet, wie sie unter bestimmten Bedingungen am besten zu recht kommt, hat sich angepasst indem sie u.a. ihre biochemischen Komponenten „aktuallisierte“. Vom „Geburtsmoment“ der Pflanze, wenn ihr Sproß die Erde durchbrochen hat bis hin zum Verwelken „führt sie ein Leben“,  das unserem im Grundsatz nicht allzu fern ist
Die Pflanzenfamilien, die Pflanzenarten haben sich in gewisser weise thematisch spezialisiert. So braucht ein Lavendel in satter Umgebung mit vielen Pflanzen und Getier u.a. vielmehr „Kampf(er)stoffe zum Durchsetzen. Ein Lavendel im Gebirge, der auf kargen Boden gedeiht, wo er Platz hat und  seinen Lebensraum nicht verteidigen muss, entwickelt einen süßeren, weicheren Duft, ist „kommunikativer“.  Im Duft des ÄÖ spiegelt sich diese biochemische „Anpassung“ wieder.
Lavendelfoto Sabrina Herber-Schmieden
Der Duft als Informationsträger der Pflanze berührt beim Menschen seelische Aspekte. So z.B. kann der Duft von Fichtennadel einem alten Menschen helfen, sich leichter an neue belastende Situationen anzupassen, ohne daran zu zerbrechen. Im Sinnbild tragen die Äste der Fichte die Schneelast, geben nach und lösen so das Abrutschen der Last aus, die Äste haben wieder Raum. Von der biochemischen Seite, vertieft das ÄÖ der Fichtennadeln die Atmung, löst die „Anspannung“, reinigt die Atmosphäre und macht wieder weit und frei. 
Meiner Art der Duftkommunikation, liegen die integrale Osmologie und der Duftkreis nach Martin Henglein zu Grunde. Das wesentliche Grundprinzip dabei ist, mit Hilfe des Duftes, den Menschen  zu stärken und zu stabilisieren. Verbesserung der Lebensqualität und Wiederentdeckung von Sinn und Sinnlichkeit in seiner unmittelbaren Lebenswelt erfahrbar zu machen. In dieser Duftarbeit bringt die eigene Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis so manches Erstaunen über die (noch) vorhandenen Ressourcen. Das Gefühl der Handlungsfähigkeit und der Selbstbestimmtheit tritt wieder in den Focus.
Mit einem Riechtest wird die momentane Ausgangssituation sichtbar. Die Ablehnung eines Duftes deutet darauf hin, dass es auf dem Lebens-Spielfeld noch eine thematische „Aussenseiter-Position“ gibt, die gerne integriert werden möchte. Der Duft, der Begeisterung hervorruft, ist der, welcher genug „Energie“ hat, um die Batterien wieder aufzuladen und ein wohltuendes seelisches und körperliches Setting herbeizuführen. 
Auf eine sehr spannende Art und Weise, ist diese olfaktorische Reise in die seelisch-biologischen und auch „sozialen“ Themen der ÄÖ geeignet, Duftimpulse für den Alltag, für Lebenssituationen und für eine sinn(voll)anregende Pflege nachhaltig lebendig werden zu lassen.
Der Duft des ÄÖ fragt … die Seele antwortet … 
Gerne möchte ich mit Ihnen meine jahrelange Erfahrung in dieser Duftarbeit teilen und Sie in die „Geheimnisse“ der Duftkommunikation einführen. Grundsätzliches zu vermitteln, so dass Sie praktisch, in Ihrer Arbeit mit ÄÖ, Ihre Möglichkeiten erweitern können. Die eigene Erfahrung und das Erkennen von Zusammenhängen bilden dabei die Basis.
Mehr davon könnt ihr auf dem Blog von Christine nachlesen.
Seminartermin: 23./24. März 2012
Seminarort: ViVere-Seminarhaus, 55767 Schwollen
Anmeldung unter: www.sabrinaherber.vivere@googlemail.com

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