Ätherische Öle bei Pollenallergie

Seit einigen Wochen schon haben allergische Menschen mit den Pollen von Hasel und Birke zu kämpfen. Ich selbst bin eher später im Jahr betroffen, wenn die Gräßerpollen aktiv werden. Dies äußert sich in meinem Fall durch sehr häufiges und heftiges Niesen, tränende Augen, kribbeln im Mund- und Rachenraum bis hin zu Atembeschwerden und selten auch mal Atemnot.



 

Seit einigen Jahren rücke ich diesen klitzekleinen Plagegeistern jedoch mit verschiedenen ätherisch-Öl-Mischungen auf den Pelz und dies mit ziemlichem Erfolg!!!!



Allergien sind Überreaktionen unseres Immunsystems auf (potentielle) Allergene. Dafür gibt es viele Gründe die zum einen mit Nahrungsmitteln von minderer Qualität (z.B. Schadstoff belastet), übertriebener Hygiene uvm., zusammenhängen. Die  antiallergische Wirkung bestimmter ätherischer Öle erklärt sich durch deren stabilisierende Wirkung auf die Zellmembrane. Sesquiterpene besitzen diese Eigenschaften. Dadurch wird die Histaminausschüttung reduziert und Betroffene können oft eine große Erleichterung spüren. Monoterpene vor allem alpha-Pinene besitzen eine cortisonähnliche Wirkung und sind sogenannte Immunstimulanzien.



 Zwei ätherische Öle sind hier besonders zu nennen:



Zeder (Cedrus atlantica)

Zypresse (Cupressus sempervirens)


Auch die seelische Wirkung beider Öle ist nicht zu unterschätzen, das Zypressenöl ist wie ein Stützpfeiler, richtet auf und stärkt. Das Zedernöl wirkt angstlösend und stimmungsaufhellend.



 Folgende Mischung hat sich bei mir als besonders wirksam herausgestellt:


 

30 ml Melissenhydrolat

5 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)

10 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
20 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
5 Tropfen Melisse 10% ( Melissa officinalis)

5 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)


alles zusammen in eine dunkle Sprühflasche füllen und vor jeder Anwendung gut schütteln.
Mehrmals täglich Dekolleté damit einsprühen und etwas davon einatmen. Selbstverständlich kann man sich diese Mischung auch als Körperöl in einem Pflanzenöl anmischen.



Manuka habe ich in diese Mischung noch mit dazu genommen, da er stressabbauend und schleimhautregenerierend wirkt, Melisse wirkt beruhigend, ausgleichend und leicht antiallergisch, Zitrone hauptsächlich wegen dem frischen Geschmack, ausserdem fördert sie den Entgiftungsprozess über Leber und Niere.
Wendet man diese Mischung schon Wochen vor dem allergischen Heuschnupfen an, kann man eine gute Prophylaxe erreichen. In vielen Fällen wird die Allergie nicht so heftig wie vorher ausfallen.



 Eine Erleichterung in der Akutphase kann ein Riechstift oder ein Riechbalsam verschaffen:



 Heuschnupfen

bei geschwollener Nasenschleimhaut und heftigem Niesen auf die Nasenflügel und am Naseneingang verreiben



oder als Roll on


Roll-on

10 ml Alkohol

2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelika)

4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)

1 Tropfen Pfefferminze (Mentha aquatica)


Bei Bedarf die Nasenflügel und den Naseneingang damit einreiben.



Bei juckenden und brennenden Augen kann ein Rosenhydrolat (ohne Alkohol) kühlend, juckreizstillend und entzündungshemmend wirken. Am besten man füllt sich davon etwas in kleinere Sprühflaschen ab, um es immer möglichst frisch griffbereit zu haben.

Rosenhydrolat

Ich habe in den letzten Jahren mit diesen Mischungen sehr gute Erfahrungen gemacht, meine Pollen-UNverträglichkeit ist wesentlich weniger heftig, Atemnot habe ich seit zwei Jahren nicht mehr erlebt und die Dauer der allergischen Reaktionen hat sich stark verkürzt.

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Kommentare (2)

  • Delphine Joye sprenger

    |

    Ganz toller Artikel.
    Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Delphine Joye-Sprenger

    Reply

    • Sabrina Herber

      |

      Herzlichen Dank für das schöne Feedback!
      liebe Grüße
      Sabrina

      Reply

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