Aromatogramme – es gibt Alternativen bei multiresistenten Keimen!

In den letzten Wochen häufen sich in den öffentlichen Medien wieder Meldungen zur Gefährlichkeit multiresistenter Keime und die gesundheitlichen Folgen für viele betroffene Patienten. Die Medizin scheint hilf- und machtlos zu werden. 

In Deutschland infizieren sich jährlich mehr als 400.000 Menschen mit den sogenannten Krankenhauskeimen und ca. 15.000 sterben daran.
Oft sind es sogar nur banale, routinemäßige oder kleinere Eingriffe, die schon zu einer Infektion führen können. Die Zahlen sind alamierend und machen Angst. Was uns die Medien, die Medizin und Ärzte verschweigen, evtl. auch aus Unwissenheit oder aus unprofitablen Gründen ist, dass die Natur und ganz im speziellen die Phyto- und Aromatherapie seit vielen Jahren schon erfolgreich bei der Behandlung dieser Keime eingesetzt wird.

Viele ätherische Öle wirken sehr stark antibakteriell und sind in der Lage den gefürchteten multiresistenten Krankenhauskeimen (MRSA) auf den Laib zu rücken. In den letzten Jahren konnte in vielen Studien gezeigt werden, dass sie die Wirkung von z.T. nicht mehr wirksamen Antibiotika wieder herstellen bzw. verstärken können.

Mit Hilfe von sogenannten Aromatogrammen können die Keime im Labor nachgewiesen und die entsprechend wirksamen ätherischen Öle ermittelt werden.

aromatogramme

                                                                                                            Bild: Eliane Zimmermann

Was ist ein Aromatogramm?

Ein Aromatogramm ist vergleichbar einem Antibiogramm. Hierbei werden antibakterielle oder antimykotische Wirkungen eines ätherischen Öls gegen Krankheitskeime nachgewiesen. Mit Hilfe des Aromatogramms lassen sich die wirksamen ätherischen Öle ermitteln, welche dann in einer Apotheke als „aromatherapeutisches“ Arzneimittel hergestellt werden. Auf diese Art und Weise wird für jeden Patient eine spezifische Mischung erstellt.

Bei jedem Aromatogramm werden eine Vielzahl ätherischer Öle z.B. Lavendel, Eukalyptus, Thymian, Lemongrass, Neroli, Manuka, Teebaum, Rosengeranie usw. ausgetestet.

Fast alle getesteten ätherischen Öle zeigen eine gute bis sehr gute Wirkung gegen die geprüften Erreger. Dies wird durch den sogenannten Hemmhof, der sich in der Petrischale zeigt, bewiesen! Der Hemmhof wird Milimetern gemessen und mit 0 bis +++ gekennzeichnet. Je größer der Hemmhof, desto besser wirksam ist das ätherische Öl.

In mehreren hunderten Studien weltweit konnte die antbakterizide Wirkung ätherischer Öle geprüft werden (1). Sie wirken deutlich antibakterizid und antimykotisch gegen klinisch relevante Keime und stärken/stimulieren das Immunsystem.

Auch eine Kombination aus Aromatherapie und Antibiotikagabe ist möglich – es hat sich gezeigt, dass in diesem Fall Infektionen schneller abklingen als bei alleiniger Gabe des Antibiotikums.

Aber nicht nur bei multiresistenten Keimen ist es sinnvoll mit ätherischen Ölen begleitend zu behandeln – auch bei anderen Erkrankungen können Aromatogramme erstellt und ätherische Öle in der Behandlung verwendet werden:

  • Vaginalinfektionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Sinusitis, Pharyngitis usw.
  • Bronchialerkrankungen
  • Hauterkrankungen, z.B. Akne
  • Parodontitis

Sogar in der Tierheilkunde werden Aromatogramme und die Behandlung mit der Aromatherapie erfolgreich eingesetzt.

 

Wie kann ich ein Aromatogramm erstellen lassen?

Der Arzt oder Therapeut entnimmt am Infektionsort einen Abstrich und schickt diesen in ein für Aromatogramme spezialisiertes Labor (z.B. Ganz Immun). Das Labor isoliert nun den Keim und testet verschiedene ätherische Öle auf einer Agarplatte aus. Die Auswertung des Aromatogrammes wird nun dem behandelten Therapeuten oder Arzt mitgeteilt. Dieser veranlasst bei einer geeigneten Apotheke (z.B. OK Apotheke) die Herstellung des Medikamentes. Die ätherischen Öle werden dann z.B. als Kapseln, Zäpfchen, Salbe oder Waschlotionen vom Patienten angwendet.

 

Einen sehr eindrucksvollen Bericht einer Lehrerin für Pflegeberufe und deren Erfolg bei der Sanierung des gefährlichen Krankenhauskeimes MRSA, hat Eliane im Herbst 2016 auf Ihrem Blog veröffentlicht (klick hier). 

Eine Schülerin in meiner Schule arbeietet mit körperlich und geistig Behinderten Kindern und jungen Erwachsenen. Einige dieser Kinder schleppen seit Jahren diesen Keim mit sich herum – nach meiner Erzählung von Elianes Bericht durfte sie bei zwei dieser betroffenen Kindern eine tägliche Waschung mit Thymiantee durchführen. Nach wenigen Wochen war bei einem dieser Kinder der Keim nicht mehr nachweisbar – bei dem anderen Kind war eine deutlich geringere Besiedlung ersichtlich. Welch ein Erfolg für die Kinder, die Eltern und auch die Pflegenden. Die Lebensqualität dieser Kinder wird dadurch erheblich gesteigert.

 

Aber auch Betroffene für die es keine Möglichkeit gibt ein Aromatogramm erstellen zu lassen, lohnt sich die „dufte“ komplementäre Pflege in jedem Fall. 

Johanniskrautöl ist ein wichtiges Basisöl bei der Behandlung von MRSA. Dabei spielt der Inhaltsstoff Hyperforin eine wesentliche Rolle, dieser wirkt antibakteriell und wundheilend.

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Vor geplanten Eingriffen können die zu behandelten Hautflächen mit entsprechenden Körperölen ca. 1 Woche vorher täglich einreiben.

„Hautstark“

50 ml Johanniskrautöl

5 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen Manuka

5 Tropfen Melisse 10%

5 Tropfen Teebaum

 

Bei Patienten mit einer bestehenden MRSA Infektion stärken tägliche Waschungen und Einreibungen das Immunssystem und wirken „gegen“ die resistenten Keime.

„Waschung“

1 Tropfen Teebaum

2 Tropfen Manuka

1 Tropfen Lavendel fein

optional 1 Tropfen Thymian thymol

in einen Esslöffel Sahne emulgieren und dem Wasser zugeben

 

„Körperöl stärkend“

50 ml Johanniskrautöl

3 Tropfen Teebaum

3 Tropfen Ravintsara

2 Tropfen Thymian CT linalool

4 Tropfen Manuka

3 Tropfen Lavendel fein

 

Bei Keimbesiedelung in der Nase kann die Nasenschleimhaut mit einer entsprechenden Mischung versorgt werden.

„Nasenöl“

20 ml Johanniskrautöl

1 Tropfen Lavendel fein

1 Tropfen Manuka

1 Tropfen Melisse 10%

1 Tropfen Teebaum

mit einem Wattestäbchen die Nasenschleimhaut 1-2 mal täglich vorsichtig betupfen

 

Für die Raumbeduftung verwendet man den Raumspray „Keimschreck“ 

Gerade die frischen zitrus- und nadelbaumartigen Düfte können die Keimbelastung in Räumen stark reduzieren und tragen so nicht nur zu einem guten Raumduft bei, sondern vermindern auch die Ansteckungsgefahr.

50 ml Wodka oder Weizenkorn

15 Tropfen Zitrone

5 Tropfen Zirbelkiefer (alternativ Douglasienöl)

5 Tropfen Cajeput

5 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen Ravintsara

5 Tropfen Manuka

 

Eine absolute Fachfrau auf dem Gebiet Aromatogramme ist Dorothea Hamm aus Karlsruhe. Sie verfügt über ein enormes Wissen durch jahrelange Zusammenarbeit mit Laboren und die Auswertung von Aromatogrammen und Erstellung von Rezepturen, in ihrer Apotheke.

Sie referiert regelmäßig auch bei ViVere und gibt spannende Einblicke und Tipps für alle Interessierten Menschen

Das Seminar „Aromatogramme – ein guter Weg bei schlechten Keimen“ findet wieder am 02. März 2018 statt (klick hier)

Mögliche Laboradressen zur Erstellung von Aromatogrammen:

  • Biovis Diagnostic MVZ, Limburg, www.biovis.de, Dr. Andrea Thiem
  • Labor L & S Enterosan, Bad Bocklet-Gro.enbach, www.labor-ls.de, Dr. Andreas Rüffer / Diana Krause
  • Ganzimmung Diagnostic A, Mainz, www.ganzimmun.de, Dr. Edith Lang

 

Mögliche Apotheken, die Aromatogramme bearbeiten:

  • OK Apotheke am Kolpingplatz, Karlsruhe www.ok.apotheke-karlsruhe.de
  • Hessel Apotheke, Wiesloch, www.hessel-apotheke.de
  • Licht Apotheke, Eckernförde, www.die-licht-apotheke.de
  • Burg-Apotheke, Königstein, www.apotheke-koenigstein-app.de

 

 

(1)  Kalemba D, Kunicka A: Antibacterial and antifungal properties of essential oils. Curr. Med. Chem. 10 (2003): 813–829

 

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