Die Stimmgabeltherapie

Die Stimmgabeltherapie ist eine besondere Bereicherung unseres Fachseminarangebotes und Teil der Fachweiterbildung zum Pflegeexpteren/in zur komplementären Schmerzbehandlung klick hier

Ich möchte mich für diesen Erfahrungsbericht herzlich bei Hille bedanken!

Stimmgabeltherapie und ihre Anwendungsmöglichkeiten

Mein Name ist Hille Nohn und ich arbeite im Stationären Hospiz in Koblenz als Hospizfachkraft.

Mit diesem Beitrag möchte ich Euch von meinen Erfahrungen mit der Stimmgabel- therapie erzählen und wie sie mich neben der Arbeit mit der Aromapflege jetzt schon seit 4 Jahren durch den pflegerischen und privaten Alltag begleitet.

Auf dem 1. Fachkongress für Aromapflege in Birkenfeld 2014 kam ich zum ersten Mal mit der Stimmgabeltherapie in Berührung.

Die Physiotherapeutin Anja Peirick und ihre Kollegin Anette Hoppe wenden diese Form der Behandlung bei ihren Klienten an.

Was ist das?

Stimmgabeltherapie oder auch Phonophorese genannt ist vereinfacht gesagt, Akupressur mit Stimmgabeln, die in den Frequenzen der Planeten gestimmt sind (s. Hans Cousto, Entdeckung der Kosmischen Oktave mit erster Berechnung der Erdentöne und Konzeptierung der planetarischen Stimmgabeln).

Jede Gabel hat eine eigene Frequenz, genauso wie die einzelnen Organe des menschlichen Körpers.So z.B. die gesunde Leber im Körper eines jeden Menschen in etwa die gleiche Frequenz.

Betrachtet man den Körper, kann man ihn auch als ein Orchester begreifen, in dem jedes Organ mit seiner ihm eigenen Schwingung zu Gesamtharmonie beiträgt.
Ist ein Organ erkrankt, entsteht eine Disharmonie, die nicht nur Auswirkungen auf das Organ, sondern auch auf den gesamten Körper hat und ihn aus der Balance bringen kann.
Zudem sorgt der Krankmacher Nummer 1 „Stress“ dafür, dass das innere Gleichgewicht gestört wird.
Im schlimmsten Fall entstehen chronische Erkrankungen.

Ziel der Stimmgabeltherapie ist es, die Körperstrukturen wieder in Harmonie zu bringen und zu stärken, sodass sie ihre Aufgabe wieder erfüllen können.
Dafür werden die Stimmgabeln auf die betroffenen Akupunkturpunkte, Meridiane, Sehnenansätze, Muskeln, Nerven und Organe gesetzt.
Durch die Schwingung wird eine stärkere Durchblutung und eine Entspannung des Umgebungsgewebes bewirkt, wodurch die Selbstheilungskräfte angeregt werden.

Nachdem ich von Frau Hoppe den Leber-Qi-Stau gelöst bekam und die Schwingungen der Gabeln am eigene Körper spüren durfte, war mir sofort klar, dass unsere Gäste im Hospiz sehr davon profitierern können. Voraussetzung  war, dass wir geschult werden um die Stimgabeltherapie fachgerecht anwenden zu können.
Die Stimmgabeltherapie dient nicht nur der Gesunderhaltung, sondern kann auch im Krankheitsfall Beschwerden wie Schmerzen, Unruhe, Schlafstörungen und Ängste lindern.

Im Herbst 2014 begann ich mit dem Grundkurs und konnte die Stimmgabeltherapie dabei auch für mich selbst entdecken.

Schon nach diesem Kurs war ich in der Lage neben dem Lösen des Leber-Qi-Stau auch Behandlungen gegen Schmerzen oder bei Ostheoporose durch zuführen.

Zurück zu Hause konnte ich meiner Nichte, damals Anfang 20, bei ihren starken Gelenkrheuma-Schmerzen in den Händen, Knien und Füßen mit einer Schmerzbehandlung soweit helfen, dass sie danach zum ersten Mal wieder ohne Schmerzen mit Messer und Gabel hat essen können. Das Morphin, das sie derzeit einnahm, konnte ihr die Schmerzen so nicht nehmen.

Für mich war klar, dass ich ebenfalls die aufbauenden Seminare besuchte und mein Wissen auch privat vertieften wollte.

Den Leber-Qi-Stau habe ich mir regelmäßig selbst gelöst und konnte mit der Zeit feststellen, wie ich weniger stressanfällig war und in Situationen, die mich vorher noch extrem herausgefordert hatten, jetzt deutlich gelassener agieren konnte.

Am Rande sei erwähnt, dass sich das auch prima in der Partnerschaft und Freundschaft zu meinem Mann gemacht hat…

Fallbeispiele aus dem privaten Umfeld

Ebenso hatte meine Mutter am Anfang einer schlimmen Sinusitits nach der Stimmgabelbehandlung schon in der ersten Nacht keine verstopfte Nase mehr und fühlte sich am nächsten Morgen wesentlich besser.

Eine Freundin, die ich nur selten sehe, kam mit Knieschmerzen zu mir, die ich ihr „gegabelt“ habe.
Die lange Sendepause danach über mehrere Monate verunsicherte mich. Also rief ich sie an und fragte, wie es ihr geht.
Die Antwort hat mich so verblüfft und gefreut:
Sie hatte nach unserer Sitzung keine Kniebeschwerden mehr, konnte wieder ihren  Sport treiben  und hatte im Verlauf 10 Kilo abgenommen.

Fallbeispiele aus dem Hospiz

Auch im Arbeitsalltag ließen sich schöne Erfahrungen machen.

Im November 2015 lag Hr. Z. bei uns, der während seines Aufenthalten 3 Mal die Stimmgabeltherapie in Anspruch nehmen konnte. Bei jedem Mal konnte er sich mehr auf die Art der Behandlung einlassen und profitierte zunehmend davon.
Seine Ex-Frau, die ihn regelmäßig besuchte, war bei einer Anwendung zugegen und staunte darüber, wie entspannt er dabei wurde. Sie erzählte mir, dass sie seit ihrer Kindheit schon mit Migräne zu tun hatte.
Ich fragte sie, ob sie bereit wäre etwas auszuprobieren, was sie bejahte, da sie neugierig geworden war.
Eine der Gabeln fungiert als sogenannte Reinigungs- oder Entstörungs-Gabel, mit der ich das unmittelbare Umfeld um den Körper, die Auraschicht, vom Kopf bis zu den Füßen ausgestrichen habe.
Sie bemerkte nach kurzer Zeit schon eine Veränderung, die ihr Erleichterung brachte, wie sie es vorher noch nicht erlebt hat.

Fr. M. war immer für andere Menschen da, hat jeden ihrer Bekanntschaften mit viel Aufmerksamkeit bedacht und blieb dabei selber auf der Strecke, auch als ihre Erkrankung schon weit fortgeschritten war.
Sie verstand die Stimmgabelbehandlung als besondere Zeit der Zuwendung nur für sich selbst, schickte Besucher, die sie in der Zeit besuchen wollten, wieder weg und konnte währenddessen auch gut ihr klingelndes Handy ignorieren.

Als Hr. K. im Juni 2015 ins Hospiz kam, war er noch Fußgänger und wirkte oft getrieben und angespannt. Nachdem ich ihn darauf angesprochen hatte, erklärte er mir, dass er unter innerer Unruhe litt. Ich bot ihm eine Behandlung an, bei der ich den Leber-Qi-Stau löste, der den Stress aus dem Körper nimmt, und gabelte weitere Punkte, die den Allgemeinzustand des Körpers positiv beeinflussen können. Er genoss die Anwendung sichtlich und erlebte den Effekt als wohltuend, entspannend und ausgleichend.

Fr. G. hatte Lungenfibrose und da sie stark wetterfühlig war, merkte sie gleich ob es ein guter oder ein schlechter Tag für sie werden würde. Bei Regen und Nebel bekam sie schlechter Luft. Zudem hatte sie zähen Schleim, der sie viel Kraft beim Abhusten kostete. Obwohl sie bisher für diese Art der Behandlung nicht wirklich offen war, stimmte sie der Stimmgabeltherapie zu.
Sie erzählte, selbst erstaunt, ihren Kindern und dem Pflegepersonal, wie gut ihr die Anwendung geholfen hat. Der sich täglich wiederholende Moment „guter oder schlechter Tag?“ verlor an Schärfe, weil sie auch bei schlechten Tagen nicht mehr diese starke Luftnot hatte. Zudem hatte sich die Verschleimung insofern verbessert, dass es ihr mit weniger Kraftaufwand gelang sich frei zu husten.

Fr. N. litt aufgrund ihres Bronchial-Krebses an starker Verschleimung, die sie meist nur mit großer Anstrengung abhusten konnte. Durch das Behandeln der wichtigsten Punkte für die Atmung und den gegen Verschleimung konnte sie besser abhusten, was ihr allgemeines Wohlbefinden enorm steigerte. Nach gut 7 Monaten Aufenthalt im Stationären Hospiz konnte sie wieder in ihre alte Wohnung zurückkehren und lebte dort fast zwei Jahre.

Kurz vor seiner Verlegung in Stationäre Hospiz wurde Hr. G. mit neuen Schmerzmitteln eingestellt, nachdem die vorherige Medikation nicht den gewünschten Effekt brachte. Trotz der 24 Stunden-Gabe an Morphium waren seine Schmerzen auf einer Skala von 1 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste Schmerzen) immer noch bei 4. Ich bot ihm das „Gabeln“ an, worauf er sich gerne einließ. Als erstes löste ich den Leber-Qi-Stau und machte im Anschluß eine Schmerzbehandlung. Die ganze Zeit über sprachen wir kein Wort und es war deutlich sichtbar, wie sich Hr. G. unter der Behandlung entspannte.
Bei unserer nächsten Begegnung fragte ich ihn, wie er die Anwendung empfunden hat und wo er auf der Schmerzskala 1 – 10 momentan sei. Beide waren wir freudig überrascht, dass er keine Schmerzen hatte. Jede weitere Anwendung genoss er schweigend und ausgiebig. Gegen Ende seiner Zeit konnte er Berührungen oder auch Stoff auf seiner Haut nicht mehr gut ertragen und lehnte auch die Stimmgabelbehandlung ab.
Aber bei unserer letzten Begegnung erlaubte er mir seine Hand zu halten und ich konnte mich für sein Vertrauen bedanken.

FAZIT

Die Stimmgabeltherapie ist im Stationären Hospiz eine gute Ergänzung zu der regulären und der Bedarfsmedikation.

Unsere Gäste profitieren alleine schon von der Entspannung, die das Lösen des Leber-Qi-Staus mit sich bringt.

Werden dazu noch weitere Punkte „gegabelt“, kann der Gast eine deutliche Linderung seiner Beschwerden verspüren.

Der schöne Nebeneffekt ist, dass nicht nur der Behandelte durch das Gabeln unterstützt wird, sondern auch ich als Anwender und alle Anwesenden erleben eine entspannte und friedliche Atmosphäre im Raum.

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