Berührung mit ätherischen Ölen

Ich freue mich Euch diese besondere Projektarbeit zur Expertin für Aromapflege in Auszügen vorstellen zu dürfen. Elke wird ab 2019 in unserer Schule für Aromatherapie und Aromapflege als Dozentin  unser Team erweitern.

Im Workshop “Handmassage im Pflege- und Betreungsalltag” zeigt sie wie diese Form der Berührung in ihrem Pflegedienst jedem Pflegekunden zu Teil werden kann, ohne dabei den Faktor “Zeit” aus den Augen zu verlieren.

Sie gibt hilfreiche Tipps und Anregungen für die praktikable Umsetzung, die Duftauswahl und vieles mehr.

 

 

 

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Handstreichung im Pflege – und Betreuungsalltag:

Ein Symbol der Wertschätzung

und des Vertrauens

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Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Einleitung

“Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ (Wilhelm von Humboldt)

Mein Examen als Krankenschwester habe ich 1988 im Clemens August Krankenhaus Bitburg absolviert.

Ich bin seit 2005 selbständig in einem ambulanten Pflegedienst. Mit der Heilkraft von ätherischen Ölen beschäftige ich mich schon viele Jahre und habe an zahlreichen Fortbildungen zu diesem Thema teilgenommen.

 

Meine Projektarbeit „Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag“ beschreibt wie Aromaanwendungen in Form der Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltages von unserem Pflegedienst integriert und welche Wirkungen auf die Pflegekunden und  auf die MitarbeiterInnen erzielt wurden. Über einen bestimmten Zeitraum wurde die Handstreichung am Ende der Pflege oder im Rahmen der  Entlastungsleistungen  nach SGB XI §45b während der Betreuungszeit, als Teil des allgemeinen Pflegeverständnisses kostenfrei durchgeführt und mit einer anschließenden Umfrage, bzw. Einschätzung der Mitarbeiter festgehalten und ausgewertet.

 

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Berührungen gehören zum alltäglichen Leben. Gerade die Hände spielen dabei eine wesentliche Rolle. […] Auch in der Pflege ist die Berührung durch die Hand unabdingbar, denn ohne sie könnten die pflegerischen Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Werden die Berührungen in dem Bewusstsein der Menschenwürde ausgeführt, empfinden es viele als angenehm, mit den Händen berührt zu werden – und dabei am liebsten mit den wahren Händen, ohne die, leider oft nicht zu vermeidende, Latexschicht. […] Um das Vertrauen und Wohlbefinden der Menschen im Pflege- und Betreuungsalltag zu stärken und positiv auf die körperliche und seelische Befindlichkeit der Pflegebedürftigen einzuwirken, kann die Handstreichung im Rahmen der Aromapflege ein wichtiges Element darstellen, um die Pflege so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Umsetzung des Projektes Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag

Projektaufbau

Um in der Pflege und Betreuung mit ätherischen Ölen arbeiten zu können, müssen gewisse Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Pflegefachkräfte  erfüllt sein. Diese sind zum einen Motivation und Engagement der Pflegefachkräfte , ein ausreichendes Grundlagenwissen in der Aromapflege, Erfahrung, bzw. Selbsterfahrung mit der Handstreichung und das Einrichten einer Projektgruppe. [ … ]    

Nach einer einleitenden Testphase wurde das Projekt im Zeitraum vom November 2016 bis zum März 2017 durchgeführt. Ausgewählt wurde dafür eine Pflegetour, im Folgenden Tour 1, sowie eine Betreuungstour, im Folgenden Tour 2 genannt. In der Pflegetour  werden Pflegekunden nach Behandlungspflege  SGB V und Pflegeleistung  SGB XI versorgt. In der Betreuungstour werden die Pflegekunden nach den Entlastungsleistungen SGB XI § 45  betreut und begleitet. Insgesamt nahmen an dem Projekt sechs Pflegebedürftige teil, darunter ein Mann und fünf Frauen. Das Durchschnittsalter lag bei 86 Jahren. Zwei von den sechs Probanden konnten dabei uneingeschränkt kommunizieren und hatten keine Einschränkung in der Mobilität. Bei drei Teilnehmern lag eine Demenz vor, die mit Verlust der Sprechfähigkeit und gleichzeitiger Inmobilität charakterisiert wurde. Ein Teilnehmer hatte eine Demenz, die weder Mobilität noch Kommunikation einschränkte.

Im Folgenden  werden drei der sechs Probanden genauer vorgestellt und charakterisiert, um anschließend die Auswirkungen der Handstreichung auf die einzelnen Pflegekunden besser nachvollziehen zu können.

Frau A.,87 Jahre alt, allein lebend und noch mobil und kommunikativ.  Unterstützt wird sie im Hintergrund von ihren Angehörigen, der Nachbarschaft sowie von unserem Pflegedienst. Bei Frau A. liegt eine Demenz vor, die sich unter anderem durch fehlendes Kurzzeitgedächtnis, unkontrolliertes Essverhalten, Unfähigkeit Dinge an den richtigen Platz einzuräumen und Risiken einzuschätzen, äußert. Die häusliche Umgebung ist ihr jedoch vertraut. Eine Unterstützung in allen Bereichen lehnt sie mit der Begründung ab, dass dieses bereits schon von ihr erledigt sei. Sie „arbeitet“ den ganzen Tag im Haushalt. Ihre Hände sind beansprucht.

Frau B.,82 Jahre alt, lebt mit ihrem Ehemann zusammen. Es liegt eine Demenz mit Inmobilität vor. Zudem ist keine Sprachfähigkeit mehr vorhanden und die Nahrung muss angereicht werden. Eine Mobilisation in den Pflegerolllstuhl kann nur mit dem Patientenlifter durchgeführt werden. Sie führt häufig  stereotype Bewegungen der Unterarme Richtung Kopf  durch.

Frau C.,87 Jahre alt, lebt mit ihrem pflegebedürftigen Ehemann gemeinsam in ihrem Haus. Das Ehepaar erhält Unterstützung einer privat organisierten 24 Stunden-Betreuung. Frau C. leidet unter depressiven Phasen, lässt ungern Berührung zu, lehnt Wohlfühlanwendungen ab und bewegt sich innerhalb des Hauses sowie außerhalb in einem kleinen Radius.

 

Die Auswahl der ätherischen Öle

[ … ] Es ist wichtig, vor der Handstreichung bei einem Gespräch mit den zu behandelnden Menschen oder deren Angehörigen, falls diese sich nicht mehr verbal äußern können, nach bekannten Düften, bzw. nach Duftvorlieben zu fragen [ … ]

 

Für die ersten Handstreichung wurde bewusst nur eine Duftkomponente ausgewählt . Als Basisöl wurde Mandelöl, ein gut verträgliches natürliches fettes Öl verwendet. Es nährt und pflegt jeden Hauttyp. Je nach Herkunft hat es einen milden Eigenduft und lässt sich daher mit allen ätherischen Ölen gut kombinieren.

Die Duftauswahl wurde bei den Menschen, die auf Grund einer Demenz nicht sprechen konnten, auf mehrere Einsätze verteilt und zuvor hat ein Duftgespräch mit den Angehörigen stattgefunden. Es wurden maximal zwei Duftkomponenten getestet, um erstens die subjektive Reaktion einschätzen zu können und zweitens die Pflegekunden nicht unter Druck oder Stress zu setzten.

Die Auswahlkriterien der ätherischen Öle für die Handstreichung stützen sich einerseits auf der Annahme, dass die Düfte vertraut sind, anderseits auf deren Wirkungsweise. Auf den Geist beruhigend oder anregend, auf die Seele ausgleichend oder stimmungsaufhellend, auf die Haut pflegend und heilend und auf den Körper schmerzlindernd oder blutdruckregulierend. Die geistig regen Pflegebedürftigen wählten ihren individuellen Duft sofort aus. Nach einigen Anwendungen wurden gemeinsam Duftmischungen zusammengestellt. Beliebte Düfte sind dabei Vanille und Mandarine sowie Rosmarin  ct cineol und Zitrone.

Aromatherapie mit Rosmarin cineol

Mit folgenden Düften wurde gearbeitet (in der Arbeit näher beschrieben).

  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • Mandarine (Citrus reticulata)
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis ct cineol
  • Vanille (Vanilla planifolia)
  • Zeder (Cedrus atlantica)

 

 

[ … ]

Dufterfahrung mit Vanille

Bei allen Pflegekunden hat kein anderer Duft wie Vanille so viele positive Reaktionen hervorgerufen. Bei Pflegekunden mit einer Demenz hat sich das in Form von strahlendem Lächeln gezeigt oder durch verbale Äußerungen. Ein Beispiel dafür ist die Rückmeldung eines Pflegekunden, dass die Ölmischung wie im … ( Benennung vom Geburtsort) rieche. Der Duft Vanille erinnert somit an zu Hause. Andere wiederum öffneten den Mund, möglicherweise in der Erwartung eine Speise angereicht zu bekommen.

Bei der Auswahl der ätherischen Öle war auffallend, dass bei orientierten Pflegekunden das Vanille Öl ausnahmslos in die engere Wahl kam und alle den Duft benennen konnten.

Um sich zu vergewissern, dass Vanille tatsächlich zu den Lieblingsdüften zählt, wurde die Reihenfolge der ätherischen Öle so gewählt, dass Vanille den Schluss bildete. Der Vanilleduft erweckte letztendlich die Erinnerung und ein anschließendes Gespräch wurde geführt. Dabei wurde von den Pflegekunden meistens nicht geschildert, dass der Duft an die Kindheit erinnert, viel mehr wurde über das Kochen und Backen mit Vanille gesprochen. Unabhängig von Erkrankung brachte der Vanilleduft bei allen Pflegekunden ein Lächeln und strahlenden Augen hervor. [ … ]

 

Dufterfahrung mit Mandarine

Eine besondere Erfahrung besteht zum Mandarinenöl. Während der Teamsitzung wurde der Raum mit Mandarinenöl beduftet. Während der Sitzung beklagten sich einige Kollegen über Kopfschmerzen. Die Ursache war zunächst unerklärlich, da in der Literatur die Duftreaktion der Menschen als positiv beschrieben wird. Später wurde dann jedoch festgestellt, dass das Mandarinenöl oxidiert ist und dies negative Reaktionen  wie Kopfschmerzen hervorgerufen hat.

Auch für die Pflegekunden stellt das Mandarinenöl eine intensive Duftnote dar. Die Reaktionen nach dem Schnuppern am konzentrierten Mandarinenöl zeigten sich oftmals in Bemerkungen wie „Das riecht aber stark“. Gute Erfahrung wurde bei der Duftprobe mit  einer  0,5 % Verdünnung gemacht. Bei einem unruhigen Pflegekunden, der die Mischung Mandarine/Lavendel zur Nacht als Einreibung erhält, berichtete die privat organisierte 24-Stunden-Betreuungskraft, dass der Mann sehr ruhig und entspannt in die Schlafphase kommt.

Ein anderes Beispiel ist der Einsatz bei einer palliativen Pflegekundin (Versorgung nach SGB V). Sie leidet unter Blähungen, Verstopfung und körperliches Unwohlsein. Heilende Kräuter wie Kümmel, Fenchel und Anis erinnerten die Person jedoch zu sehr an Ihre Kinder im Kindesalter. Die Massagemischung mit Mandarine, Basilikum, Majoran und Lavendel, die von ihrer Freundin als leichte Bauchmassage angewendet wurde, brachte wohltuende Linderung.

Besonders gern wird der zarte, fruchtige Duft im Winter während der Adventszeit eingesetzt. Eine Einschlaf-Wohlfühlmischung aus Mandarinenöl in Kombination mit Vanille oder Lavendel fein soll der Seele in kalten Tagen die Sonne zurück bringen.Mandarinenöl wird somit in vielen Situation unterstützend eingesetzt und grundsätzlich von allen Pflegekunden in der richtigen Konzentration und individuellen Mischung sehr gut angenommen.

Umsetzung der Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag

 

 

Nach Auswahl der ätherischen Öle und Duftmischungen wurde die Handstreichung in den Pflegealltag bei den jeweiligen Probanden integriert. [ … ] Die Aromaanamnese sowie der Unverträglichkeitstest wurden für jeden Teilnehmer individuell auf dem Formblatt „Erhebung zur Aromapflege“ schriftlich festgehalten. Vor Ort wurde dann bei jedem Teilnehmer eine Dokumentationsmappe eingerichtet, in der die Pflegenden das Formblatt „Einschätzung Wohlbefinden Handstreichung“ finden konnten und ihre Messungen und Einschätzungen bezüglich der Anwendung dokumentieren konnten.

Dabei wurde vor der Handstreichung Blutdruck, Puls, Atmung, Handtemperatur und Beweglichkeit der Hände als objektive Parameter erfasst. Nach der Handstreichungen mussten die Pflegenden dann subjektiv einschätzen, welche Auswirkung die Handstreichung auf den Teilnehmer hatte. Dafür wurden sechs Variablen (Mimik, Kopfbewegung, Blickrichtung, Körperhaltung, Duftraktion, Gefühle) mit jeweils verschiedenen Ausprägungen erstellt, um die Einschätzung für den Pflegenden zu erleichtern. Auch hatte die behandelnde Pflegefachkraft die Möglichkeit, Beobachtungen auf dem Formblatt zu dokumentieren, die als Parameter nicht vorgegeben sind.

 

 

Reaktionen der Pflegekunden auf die Handstreichung

 

Bei allen sechs Probanden konnte unter den objektiven Beobachtungen folgendes festgestellt werden. Die Handtemperatur veränderte sich von kühlen  zu warmen Händen . Die Beweglichkeit der einzelnen Finger war leichter und  die Feinmotorik wurde angeregt. Die Blutdruck- und Pulskontrolle konnte nicht immer durchgeführt werden. Ein Wohlfühlangebot mit der Vitalzeichenkontrolle zu verbinden war nicht in jeder Pflegesituation durchzuführen. Zwei Pflegekunden haben dies auch abgelehnt. Bei den anderen Probanden gab es unterschiedliche Beobachtungen. Keine Veränderung der Vitalzeichen bis zur Blutdrucksenkung. Eine Blutdruckerhöhung nach der Handstreichung war nicht festzustellen.

Die subjektive Beobachtung nach der Handstreichung fiel bei allen positiv, mit unterschiedlichen Reaktionen, aus. Von Veränderung in der Mimik in Form von entspannten Gesichtszügen bis hin zum Lächeln. Die Körperhaltung wurde entspannter. Zwei Pflegekunden schliefen unter der Anwendung entspannt ein. Menschen die in der Lage waren zu sprechen, äußerten sich positiv über die Duftnote mit Sätzen wie „Ach, riecht das gut“ oder „Das ist herrlich!“.

Die Reaktion von Frau A. auf ein Handbad mit anschließender Handeinreibung (Rosengeranie) hinterließ einen bleibenden Eindruck. Während der Anwendung reagierte sie unmittelbar auf bestimmte Techniken mit Kommentaren wie „Toll wie Sie das machen, das fühlt sich so richtig gut an“. Bedingt durch ihr fehlendes Kurzzeitgedächtnis mochte sie am Ende der beidseitigen Handeinreibung noch eine Anwendung der vermeintlich nicht behandelten Hand. Nach der Anwendung kam aus tiefsten Herzen folgende Äußerung mit Blick auf Ihre Hände: „die fühlen sich viel leichter an, jetzt kann ich mehr schaffen“.

Handbad mit in Sahne emulgierten ätherischen Ölen

Frau C., eine Pflegekundin mit einer Depression, konnte bei der ersten Handstreichung nicht entspannen, lediglich die Hände wurden freigegeben. Es fiel ihr schwer die Handstreichung als Wohfühlangebot anzunehmen. Bei den weiteren Anwendungen war sie insgesamt lockerer und äußerte, dass es ihr gut getan hat, freute sich über die bessere Beweglichkeit der Finger. Auch bei der Auswahl ihres Lieblingsduftes ließ sich eine interessante Beobachtung machen.

Frau C. reagierte stark negativ auf den Duft Lavendel. Dies äußerte sich durch Kopfschütteln und Rümpfen der Nase. Im Laufe des Gesprächs kam heraus, dass mit diesem Duft negative Erinnerungen verknüpft waren, da ihre Oma immer nach Lavendel roch, mit ihr hatte sie kein gutes Verhältnis. Mandarine hingegen war ein für sie angenehmer Duft und Vanille rief eine sofortige positive Reaktion hervor. Ihr Gesicht strahlte und sie äußerte: „Oh, das ist Vanille, das ist gut. Auch wenn sie unter der Anwendung beim ersten Mal nicht richtig entspannen konnte, wollte sie auf jeden Fall weitere Handstreichungen.

Trotz geistiger und körperlicher Einschränkung wie bei Frau B. ließen sich während der Behandlung  positive Auswirkungen der Handstreichung feststellen. Frau B. war sichtbar entspannter und die stereotypen Bewegungen wurden weniger. Am Ende der Anwendung waren ihre Finger lockerer und das Strecken der einzelnen Finger war leichter möglich. Sie lag ruhig im Pflegerollstuhl und wirkte zufrieden. Bei der Auswahl des ätherischen Öl fiel foStreichung der Handinnenflächelgendes auf.Beim Vanille Duft drehte Frau B. ihren Kopf in die Duftrichtung  und  öffnete ihren Mund , als wollte sie etwas essen. Das eigenständige  Zuwenden zum Vanilleduft  symbolisierte somit ihre Sympathie zum Duft.

Insgesamt wurde bei allen Pflegekunden, die kognitiv in der Lage waren, nach einer längeren Handstreichung beobachtet, dass diese ihren Blick auf ihre Hände wandten und die Fingergelenke bewegten. Ganz im Sinne von wie faszinierend und angenehm eine Handstreichung sein kann.

  

Fazit

Mit nur einem Tropfen eines Lieblings-Ätherischen Öls verdünnt in einem Basisöl kann man mit einer einfachen Methode, wie bei der Handstreichung eine vertrauensvolle, intensive Beziehung herbeiführen und den Menschen in seiner jetzigen Lebenssituation begleiten. Die Handstreichung hat sich im Pflegealltag [ … ] zu einem wertvollen Ritual entwickelt, um sich aus einer Pflegesituation zu verabschieden und Vertrauen zu schaffen. Auch im Betreuungsalltag, wo die Handstreichung nicht als Verabschiedungsritual sondern als tatsächliche Behandlung ausgeführt wird, wird sie von Pflegekunden und Angehörigen sehr geschätzt. [ … ]

Durch das Projekt wurde das Interesse für die Aromapflege bei den Angehörigen geweckt und erkannt, wie bedeutend eine einfache Aromapflegeanwendung für Menschen, die „nur noch im Bett liegen“ sein kann. [ … ]

Die Pflegenden haben durch die Aromapflegeanwendungen im Rahmen der Grundpflege  und während Betreuungszeiten eine besondere Vertrauensbasis geschaffen, positive Erfahrung und  Freude  an den  angenehmen Düften  erlebt .  [ … ]

Im Grunde hat das Projekt gezeigt, dass jede ambulante Einrichtung sowie jede Pflegefachkraft, mit den entsprechenden Ressourcen und ausreichendem Wissen die Möglichkeit hat, sich mit dem Thema auseinander zu setzten und Aromapflegeanwendungen einsetzten kann. [ … ]

 

Bildquellen: Handmassagebilder; E. Erasmy, Pflanzenbilder; Sabrina Herber

2 Kommentare zu „Berührung mit ätherischen Ölen“

  1. Diese Arbeit spricht mir aus der Seele ?, es sind oft die kleinen Dinge mit denen wir mehr bewegen als mit den Großen….ich würde mir für unsere Einrichtung (arbeite auch ambulant) genau dieses Fazit ihrer Projektarbeit wünschen……es fehlt noch an Überzeugungsarbeit…..aber das Ziel ist der Weg….?

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