Mit Düften durch die Schulzeit

Immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter Schulstress. Der zunehmende Leistungsdruck belastet nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Sogar in den Grundschulen beobachtet man, dass die kleinsten unter diesem Druck leiden.

Eindeutige Warnsignale sollten von Eltern ernst genommen werden, diese äußern sich beispielsweise in Lustlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Abgeschlagenheit, Bauch- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Leider ist es schwer bis unmöglich für Eltern die Schulsituation für ihre Kinder zu ändern, jedoch bietet uns die Aromatherapie, sowie eine gesunde Ernährung und andere Entspannungsmaßnahmen eine gute Möglichkeit bestimmte Symptome zu verbessern und das Wohlbefinden wieder zu steigern.

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Ätherische Öle bei viralen Infekten

Alle Mischungen und Tipps sind in diesem Artikel für Erwachsene (wenn nicht anders angegeben), suchst du Hilfe für deine Kinder klick hier oder hier

Auch in diesem Jahr ist die Angst vor Ansteckung mit Grippeviren groß, denn in der letzten „Saison“ gab es ungewöhnlich viele Erkrankte. In manchen Familien blieb niemand verschont.

Sicherlich stellst du dir die Frage, ob ätherische Öle dich vor Ansteckung schützen können?

Ätherische Öle können die Ansteckungsgefahr verringern, es gibt jedoch keine Garantie, dass sie eine Erkrankung verhindern. Wenn man sich aber ansteckt, dann können ätherische Öle helfen Symptome zu lindern und schneller gesund zu werden.

Seit ich vor über 20 Jahren begonnen habe für mich und meine Familie ätherische Öle zu verwenden, haben wir bemerkt, dass unser Immunsystem besser in der Lage ist Bakterien und Viren abzuwehren.

Was kannst du tun, um dich vor Ansteckung zu schützen?

  • Wenn Du dich in der Öffentlichkeit aufhälst, versuche möglichst wenige Dinge anzufassen. Wasch Dir auf jeden Fall häufig die Hände. Ein Hände- oder Flächendesinfektionsmittel für die Handtasche ist gut geeignet um z.B. die Griffe von Einkaufswagen oder die Hände zu desinfizieren.
  • Wenn Du unterwegs bist berühre möglichst nicht deine Nase, Mund oder Augen. Reibe deine Nasenschleimhaut mit Sesam- oder Kokosöl ein, damit wird das „Andocken“ von Krankheitskeimen erschwert.
  • Stress und Angst können das Immunsystem belasten und die Abwehr von Viren einschränken. Bist du gestresst, dann nutze die entspannende Wirkung ätherischer Öle. Versuche möglichst wenig Zucker oder Glukose zu essen, denn das kann das Immunsystem belasten und die Abwehr von Krankheiten erschweren.
  • Ernähre Dich gesund, trink genügend Wasser oder Tee.

 

Händedesinfektionsspray

45 ml Wodka

5 ml Jojobaöl

5 Tropfen Litsea

5 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen Ravintsara

2 Tropfen Cistrose

3 Tropfen Teebaum

Mische alle Zutaten zusammen in eine 50 ml Sprühflasche, vor jeder Anwendung gut schütteln.

Zusätzlich kann ich eine Raumbeduftung mit Zitrusschalenölen, sowie Nadelbaumöle empfehlen, da diese durch ihren hohen Limonen bzw. Pinen Anteil stark antiseptisch in der Raumluft wirken, somit können Ansteckungen vermindert bzw. verhindert werden.

 

Raumbeduftung „Dufte Abwehr“

Grundmischung

1 ml Ravintsara

2 ml Zitrone

0,5 ml Orange

0,5 ml Douglasie

1 ml Weißtanne

Alle ätherische Öle in eine Flasche mit Tropfaufsatz mischen und in die Duftlampe oder den Diffuser je nach Raumgröße 5-10 Tropfen geben.

Mit Hilfe der MediAkupressur (klick hier) habe ich weitere Möglichkeiten  mit einfachen Handgriffen, unterstützend  bei Verschleimung und Broncho-Spasmen mir und meiner Familie zu helfen.

 

Zur Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten kommen vor allem gut wirksame antivirale Öle in die engere Auswahl wie z.B.:

• Ravintsara (Cinnamomum camphora)

• Eukalyptus globulus/smithii/staigeriana (Eucalyptus …..)

• Zitronenmyrte (Backhousia citriodora F. Muell)

• Weisstanne (Abies alba)

• Teebaum (Melaleuca alternifolia)

• Niaouli (Melaleuca viridiflora)

• Thymian linalool (Thymus vulgaris ct. linalool)

• Thymian thymol (Thymus vulgaris ct. thymol)

• Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)

• Palmarosa (Cymbopogon martinii var. motia)

  Dazu wähle ich Öle, die immunstabilisierend, evtl. expektorativ (auswurffördernd), schleimlösend und entkrampfend wirken können:  
  • verschiedene Nadelbaumöle wie z.B. Douglasie, Fichte usw.
  • Manuka (Leptospermum scobarium)-> antibakteriell, expektorativ
  • Angelikawurzel (Angelica archangelika) -> abwehrsteigernd, immunstabilisierend, spasmolytisch
  • Atlaszeder (Cedrus atlantica)-> spasmolytisch (v.a. glatte Muskulatur der Bronchien)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)-> stark spasmolytisch, antibakteriell
  • Cajeput (Melaleuca leucadendra cajeputii)-> stark expektorativ, antiviral, antibakteriell
  • Eukalyptus radiata (Eucalyptus radiata) -> expektorativ, antiviral, antibakteriell
  • Benzoe siam (Styrax tonkinensis)-> expektorativ, beruhigend
  • Sandelholz (Santalum album)-> gut geeignet bei besonders festsitzendem Husten (1 ° in heißem Wasser zur Inhalation)
  • Myrte Anden, Myrte CT Myrtenylacetat, Myrte CT Cineol (Myrtus communis)-> spasmolytisch, expektorativ
  • Weihrauch (Boswellia sacra)-> mukolytisch, expektorativ
  • Ho-Blätter (Cinnamomum camphora)-> stark antiviral, stark antibakteriell
  • Petit Grain (Citrus aurantium ssp. aurantium)-> stark spasmolytisch (obstruktive Bronchitis), auch bei Infektionen der Atemwege bei Kleinkindern
  • Zypresse (Cupressus sempervirens)-> antitussiv (bei Keuchhusten), mukolytisch (schleimlösend)

Gurgelsalz Grippaler Infekt zuerst nur mit Halsschmerzen und Fieber verbunden

100 g Meersalz

4 Tropfen Bergamotte

2 Tropfen Zitrone

2 Tropfen Manuka

1 Tropfen Sandelholz

davon 1 Teelöffel auf ein halbes Glas Wasser, mehrmals täglich gurgeln

Nebenhölenentzündung mit Stockschnupfen

Grundmischung aus folgenden ätherischen Ölen:

4 Tropfen Ravintsara

8 Tropfen Zitrone

4 Tropfen Myrte Anden

4 Tropfen Cajeput

Alle ätherische Öle in eine Flasche mit Tropfaufsatz mischen, davon 1 – 2 Tropfen in heißes Wasser zum inhalieren, zwei mal täglich

Nasenöl

10 ml Mandelöl

1 Tropfen Angelikawurzelöl

1 Tropfen Majoran

1 Tropfen Ravintsara

damit Nasenflügel bestreichen und am Naseneingang einreiben

Schnelles Schüttelbalsam  

Brustbalsam bei grippalem Infekt mit Husten für Erwachsene

45 g Sheabutter (auf dem Heizkörper oder im Wasserbad bei ca 37°C schmelzen)

5 ml Olivenöl

2 Tropfen Thymian Ct. thymol

10 Tropfen Cajeput

5 Tropfen Manuka

5 Tropfen Eukalyptus radiata

3 Tropfen Atlaszeder

3 Tropfen Ravintsara

 

Viele weitere praktische Tipps für dich und deine Familie gibt es in unserem Workshop „Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr“ klick hier 

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Bleibt gesund

Liebe Grüße Eure

Dufte Silvesterparty

In ein paar Tagen verabschieden wir das Jahr 2018 – für mich war es ein sehr ereignisreiches Jahr, mit vielen Höhen aber auch ein paar Tiefen.

Als besonderen Höhepunkt durfte ich im August mein erstes Enkelkind, die kleine Tilda begrüßen – sie hat unser Herz im Sturm erobert.

Nun bin ich also zum ersten Mal aromaOMA – und um dieses Ereignis komplett zu machen ist ein paar Wochen später unser Buch „Aromatherapie für Kinder“ erschienen. Eliane Zimmermann und ich haben uns mit dem gemeinsamen aromaMAMA Projekt, unseren Magazinen und Postern einen großen Wunsch erfüllt. Wir möchten Eltern und Großeltern mit visuell anspruchsvoll aufbereitetem Wissen, den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit ätherischen Ölen vermitteln. Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch, Eure netten Mails und Euer Feedback. Im nächsten Jahr werden wir weitere gemeinsame Projekte an den Start bringen.

Ein weiterer großer Wunsch von mir ist in Erfüllung gegangen, ich durfte für den Joy Verlag ein Buch schreiben, welches gerade für Anfänger ein gute Einstieg in die Welt der ätherischen Öle ist- „Basics-Ätherische Öle“. Selbst die abschreckende „Biochemie“ wird anschaulich in Form einer Reise durch ein Dorf vermittelt.

   

Zum Jahresende möchte ich Euch ein paar Tipps für eine gelungene Silvesterparty geben:

Silvesterparfum für Sie

30 ml Wodka

5 Tropfen Rose 10%

10 Tropfen Grapefruit, lässt laut Studie Frauen um ca. 6 Jahre jünger aussehen 😉

5 Tropfen Blutorange, nimmt den Stress

3 Tropfen Sandelholz, sinnlich und verführerisch

5 Tropfen Vanille, sanft und süß

2 Tropfen Lavendel fein, gibt dem ganzen eine leichte herbe Note

1 Tropfen Vetiver, lässt die Mischung ein wenig geheimnisvoller wirken

 

Gut gepudert

Iris Puder – Bild Sabrina Herber

1 TL Reispuder

1 TL Iriswurzelpuder

1 Tropfen Iris 1%

1 Tropfen Ho-Blätter

Alle Zutaten gut miteinander mischen und in ein Puderdöschen füllen. Der Puder eignet sich als Deo- oder Dekolleté-Puder und macht die Haut samtig weich.

 

Silvesterparfum für Ihn

30 ml Wodka

5 Tropfen Zeder

5 Tropfen Eisenkraut

5 Tropfen Zedrat-Zitrone

1 Tropfen Narde

5 Tropfen Blutorange

1 Tropfen Cardamom

5 Tropfen Douglasie

2 Tropfen Benzoe siam

 

Duftlampe „Good bye 2018“

2 Tropfen Weihrauch (reinigt die Raumluft)

5 Tropfen Grapefruit (Raumluft desinfizierend, bringt gute Laune)

1 Tropfen Zeder (Stabilität, Mut und Zuversicht)

 

Silvesterbowle

8 Limetten vierteln

2 Orangen in Scheiben schneiden

200g brauner Zucker

200 ml Pitu oder Cachaca

mit 1,5 l Mineralwasser aufgießen

2 Std. ziehen lassen und vor dem servieren mit

2 Flaschen Sekt und gecrashtem Eis, sowie jeweils 2 Tropfen ätherischem Limetten- und Blutorangenöl aufgießen

Fotolia_© mayatnik

Für alle ängstlichen Menschen und Tiere, die vor den lauten Böllern sich fürchten sollte Orangenblütenhydrolat vorrätig sein. Dies kann als Dekolteespray auch schon für kleine Kinder benutzt werden, bei Hunden einfach 1-2 Sprühstöße ins Körbchen oder auf ein Halstuch sprühen.

Lotta – Bild Manuel Herber

Sollte es zu kleineren Unfällen wie z.B. leichte Verbrennungen kommen ist Lavendel extra oder fein eine schnelle Notfallhilfe (selbstverständlich sollte bei schweren Unfällen immer ein Arzt aufgesucht werden!)

 

Für den Morgen danach empfiehlt sich neben den bekannten salzigen Heringen 1 Tropfen Ingweröl (gibt es in Lebensmittelqualität klick hier) auf ein Stück Würfelzucker und langsam lutschen. Wer dies nicht möchte kann sich auch ein Anti-Übelkeits-Riechsalz herstellen

2 Tl Salz

1 Tropfen Ingwer (alternativ Zitrone)

1 Tropfen Limette

1 Tropfen Pfefferminze

 

Ich wünsche allen meinen treuen Bloglesern, Freunden, Bekannten und Kollegen einen guten und gesunden Start ins neue Jahr. Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Herzlichst Eure Sabrina

Basics Ätherische Öle Teil 1

Für mich und viele alte Hasen und Häsinnen ist der tägliche Umgang mit ätherischen Ölen und ihre Anwendung so selbstverständlich wie das Zähneputzen. Durch meine administrative Tätigkeit in verschiedenen Facebook Gruppen und Gesprächen mit Menschen in meinem Umfeld, erlebe ich es immer wieder, dass so viele überhaupt nicht wissen, wie sie ätherische Öle richtig einsetzen können.

Dies hat mich dazu veranlasst eine kleine Serie über die wichtigsten Basics zu starten und ist für Einsteiger bestens geeignet um sich schnell mit dem Thema vertraut zu machen.

Geschichtliches

Die Verwendung ätherischer Öle geht vermutlich bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurück. In dieser Zeit wurden schon Blüten und Kräuter destilliert um Hydrolate zu gewinnen. Diese Destillate sind nicht mit den ätherischen Ölen der heutigen Zeit zu vergleichen. Auch die Erwähnung verschiedener „Essenzen“ in der Bibel beweist nicht, dass es sich um die Verwendung ätherischer Öle oder der erwähnten Pflanze handelt.

Später haben die Araber dann die Destillation neu entdeckt und im Mittelalter weiterentwickelt. Die Franzsosen nutzten allerdings die teueren Düfte (im Mittelalter) nicht nur als Parfum, sondern vor allem um unangenehme Körperausdünstungen zu übertünchen, denn waschen war sozusagen „out“.

Im zwanzigsten Jahrhundert prägte dann vor allem der franzsösische Chemiker René-Maurice Gattefossé (* 1881 bei Lyon; † 1950 in Casablanca) die heutige Aromatherapie maßgeblich mit. Bei einem Laborunfall erlitt er schwerste Verbrennungen mit einer schweren Wundbrandinfektion. Diese damals noch tödlich verlaufende Infektion behandelte er mit Lavendelöl. Der Erfolg der Behandlung veranlasste ihn sich der Aromatherapie voll und ganz zu widmen.

Heute werden ätherische Öle nicht mehr nur für die Raumbeduftung verwendet, sondern finden Einsatz in der Schulmedizin und der Pflege. Mittlerweile gibt es hunderte Studien über die Wirksamkeit z.B. bei Tumorerkrankungen, bei multiresistenten Keimen, zur Schmerzreduktion und vielem mehr.

Was sind eigentlich ätherische Öle?

Das Wort „ätherisch“ bedeutet soviel wie „himmlisch“. Ätherische Öle werden aus vielen Pflanzen und unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen. Es handelt sich um hochkonzentrierte pflanzliche Stoffe. Ein ätherisches Öl ist ein sogenanntes Vielstoffgemisch und enthält nicht selten mehrere hundert unterschiedliche Inhaltsstoffe. Diese entstehen durch verschieden Stoffwechselprozesse in der Pflanze.

Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich! Dies bedeutet, wenn sie als Bade- oder Waschzusatz verwendet werden, müssen sie zuerst emulgiert werden.

Mögliche Emulagoren für Badezusätze sind:

  • Salz
  • Sahne oder Kaffeesahne
  • Honig
  • Pflanzenöl wie z.B. Mandel- oder Olivenöl

Wichtig: Vermische erst das ätherische Öl mit dem Emulgator und gib dann diesen Mix dem Bade- bzw. Waschzusatz zu.

 

Dosierung:

Vollbad: max. 5-10 Tropfen ätherische Öle

Fuß- oder Handbad: 2-4 Tropfen ätherische Öle

Beachte: Zitrusöle können gerade in Verbindung mit warmem Wasser die Haut empfindlicher Menschen reizen.

Zurück zur Frage was ätherische Öle eigentlich sind….

Ätherische Öle sind das essentielle einer Pflanze, sie schützen diese und liefern ihr Energie!

Wie werden ätherische Öle gewonnen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ätherische Öle aus den Pflanzen herauszulösen:

  • Wasserdampfdestillation
  • Kaltpressung
  • Alkoholextraktion
  • Absolues
  • Co-Destillation
  • Enfleurage
Die häufigste Gewinnungsmethode ist die Wasserdampfdestillation. Die meisten therapeutisch verwendeten ätherischen Öle werden so gewonnen. Hierbei wird Wasser erhitzt bis es verdampft, der Wasserdampf steigt durch das Pflanzenmaterial hindurch und nimmt die wasserlöslichen und die wasserunlöslichen (ätherischen Öle) Bestandteile „huckepack“ und entreist diese der Pflanze. Nun muss der Wasserdampf abgekühlt werden. Daraus entsteht nun das ätherische Öl, welches sich wieder vom Wasserdampf abscheidet, da es ja wasserunlöslich ist und das  sogenannte Hydrolat.   Im Hydrolat befinden sich nun die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze wie z.B. Phenylethanol im Rosenhydrolat oder die Rosmarinsäure uvm.  

Merke: Das Hydrolat ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation und kann auch nur hierbei gewonnen werden!

Soviele Pflanzen – so wenig ätherisches Öl:

Wusstest Du dass      

Buchempfehlung: 

Hydrolate von Eliane Zimmermann, ISBN: 978-3-200-03370-2

    Wie erkenne ich    

Einkaufsmöglichkeiten

  Einkaufsempfehlungen 1    

Dosierungsempfehlungen im Überblick

  Expose Buchprojekt 1  

Weitere Informationen, Tipps und Anregungen in Teil 2! klick hier

Im Oktober ist mein neues Buch „Basics – Ätherische Öle“ erschienen:

  • Antworten auf die häufigsten Fragen
  • Das ABC der Inhaltsstoffe – übersichtlich und leicht verständlich
  • Dosierungsempfehlungen für die ganze Familie
  • Über 20 ätherische Öle in Wort und Bild
  • Die wichtigsten Pflanzenöle und Hydrolate für DIY-Mischungen

Blick ins Buch

Tabuthema Hämorrhoiden

Auch oder gerade in der heutigen Zeit sind Hämorrhoiden und Darmerkrankungen immer noch ein Tabuthema – jedoch sind in der Bevölkerung der über 30 jährigen schon über die Hälfte einmal mit Hämorrhoiden Beschwerden konfrontiert gewesen. Viele Menschen schämen sich nicht nur darüber zu reden, sondern gar damit zum Arzt zu gehen. Gerade jedoch im Frühstadium ist die Erkrankung meist unproblematisch zu behandeln!
Das Hämorrhoiden-Leiden zählt somit zu eine der häufigsten „Volkskrankheiten“ und sollte durchaus ernst genommen werden.
Das Wort Hämorrhoiden stammt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie Blutfluss. Hierbei handelt es sich um arteriovenöse Gefäßpolster, welche ringförmig unter der Schleimhaut des Enddarms angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen. Also kurz gesagt Hämorrhoiden hat jeder! Jedoch wird erst bei einem Leiden von Hämorrhoiden gesprochen.

Hämorrhoiden können sich über einen längeren Zeitraum durch Blutstauung in den Gefäßpolstern vergrößern, dadurch erweitern sich die Blutgefäße (Venen und Arterien) und es kommt zu knotenartigen Vorwölbungen, die wie in den Beinen Krampfadern genannt werden. Die Beschwerden sind vielseitig und reichen von gelegentlichen Hervortreten der Knötchen bis hin zu Blutungen, Brennen, Jucken und Schmerzen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Naturheilkundlich, komplementär betrachtet gibt es gute Möglichkeiten vorbeugend und auch behandelnd zu helfen.

Ursachen:

  • Gerade nach einer Geburt und auch bei hormonellen Umstellungen treten Hämorrhoidialleiden bei Frauen realtiv plötzlich auf Chronische Verstopfung
  • Bewegungsmangel, langes Sitzen, langes Stehen
  • angeborene Bindegewebsschwäche
Auch die Leberpflege sollte bei bei Hämorrhoidialbeschwerden in Betracht gezogen werden, z.B. in Form von leberstärkenden Wickeln oder Kompressen, dadurch wird die Leber- und Gallenfluss unterstützt und die Entgiftungsfunktion der Leber gestärkt.
Die Leber „checkt“ die Inhaltsstoffe aus der Nahrung, denn das venöse Blut wird über die sog. Pfortader zur Leber geführt, um dort entgiftet zu werden. Ist die Leberfunktion gestört oder herabgesetzt kann dies zu einem Pfordaderrückstau bis hinunter zu den Venen im Enddarm führen.

(Quelle: http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/haemorrhoiden.html)

  Leber-Ölkompresse 20 ml Johanniskrautöl 7 Tropfen Karottensamenöl (Daucus carota) -> stark regenerierend auf die Hepatozyten 8 Tropfen Rosmarin verbenon (Rosmarinus officinalis ct. Verbenon) -> entgiftend, leberzellregenerierend, gallesekretionsfördernd 5 Tropfen Limette (Citrus medica)

10 ml dieser Mischung auf ein feucht/warmes Kompressentuch auf die Lebergegend auflegen mit einem trockenen Tuch abdecken und mit einem Kirschkernsäckchen warmhalten.

Leberkompressen können auch bei Migränepatienten hilfreich sein und sind durchaus einen Versuch wert!

Aromatherapeutisch können folgende Öle eine hilfreiche, schmerz- und entzündungshemmende und pflegende Unterstützung sein:

Zypresse (Cupressus sempervirens) adstringierend (zusammenziehend), phlebotonisch, entstauend ein wunderbar zentrierendes und aufrichtendes ätherisches Öl sowohl körperlich wie psychisch

Kamille blau (Matricaria recutita) stark entzündungshemmend, venetonisierend, wundheilungsfördernd ausgezeichnetes Hautpflege- und heilmittel, dies ist unter anderem dem Chamazulen zuzuschreiben, dieser Inhaltsstoff entsteht bei der Destillation und färbt das ätherische Öl blau

Lavendel fein oder extra (Lavandula angustifolia) entzündungshemmend, schmerzlindernd, wundheilend

Wacholderbeere (Juniperus communis) venentonisierend, entschlackend, hautpflegend und -generierend, entzündungshemmend, schmerzlindernd Wachholderbeeröl stärkt auch das Bindegewebe, denn eine Bindegewebsschwäche begünstigt Hämorrhoidialbeschwerden.

Rosengeranie tonisierend, schmerzlindernd, hautpflegend und wundheilend Rosengeranie ist das ätherische Öl was bei allen Beschwerden eingesetzt werden kann die mit dem Wort „zu“ einhergehen, wie z.B. zu heiß, zu schwach usw. (lt. Eliane Zimmermann). Außerdem reguliert es die Haut- und Schleimhautflora.

Rosengeranie (Foto Sabrina Herber)

Patchouli hautpflegend und -regenerierend, venentonisierend Patchouliöl besteht fast ausschließlich aus Sesquiterpenverbindungen und ist ein tolles, super verträgliches ätherisches Haut- und Venenpflegeöl.

Marokkanische Myrte (Myrtus communis L. ct. Myrtenylacetat) lymphentstauend, phlebotonisch

Hamamelis-Hydrolat adstringierend, entzündungswiedrig als Kompresse anzuwenden

  Aromatherapeutische Maßnahmen:  
  • Sitzbäder
  • Pflegebalsam
  • Pflegeöl
  • Pflegetücher

Ölpflegetücher statt bedenklicher Feuchttücher (klick hier) 1 Päckchen Kosmetiktücher in eine verschließbare Dose legen 50 ml Olivenöl 50 ml Johanniskrautöl 10 Tropfen Lavendel fein darüber gießen Diese Öltücher reinigen und pflegen die Haut im Analbereich schonend

Sitzbad bei entzündeten Hämorrhoiden 50 g Meersalz 2 Tropfen Kamille blau 2 Tropfen Lavendel fein 2 Tropfen Zypresse

 

sollten Sie keine Sitzbadewanne zu Hause haben, stülpen Sie doch einfach einen blauen oder gelben Müllsack über die Sitzfläche des Toilettendeckels und verknoten diesen. Füllen Sie dann Wasser hinein und den Badezusatz. Nach Ende des Sitzbades einfach ein Loch in den Sack stechen und das Wasser fließt einfach in die Toilette ab.

 
Alternative Möglichkeit zur Sitzbadewanne

Pflegebalsam

(kann auch mit dem Finger leicht in den Darmeingang einmassiert werden)

40 g Sheabutter

10 ml Calendula- oder Johanniskrautöl

4 Tropfen Kamille blau

2 Tropfen Patchouli

2 Tropfen Wacholderbeere

4 Tropfen Zypresse

4 Tropfen Lavendel fein

2 Tropfen Rosengeranie

2 Tropfen Myrte marokkanisch

bei akuten Entzündungen kann man erbsengroße Salbenflecken auf einem Stück Mullkompresse einfrieren und bei Bedarf mit der Kompresse auflegen.

Alternativ die ätherischen Öle in 25 ml Johanniskrautöl und 25 ml Callophyllumöl mischen.

Bei blutenden Hämorrhoiden habe ich gute Erfahrungen mit folgenden Zäpfchen gemacht:

für 20 Zäpfchen a 2g

40g Kakaobutter

5 ml Sanddornfruchtfleischöl

10 Tropfen Cistrose

10 Tropfen Lavendel fein

5 Tropfen Zypresse

Kakaobutter im Wasserbad schmelzen, Sanddornfruchtfleischöl und ätherische Öle dazugeben. Die Mischung in die Zäpfchenformen füllen, abkühlen lassen und zukleben.

Zäpfchenformen und weiteres Zubehör gibt es beim Brennessel Versand in München

Quark-Zäpfchen (bei akuten Entzündungen)

20 Stück leere Zäpfchenhüllen

2 Eßl. Quark

2 Tropfen Zypresse

2 Tropfen Lavendel fein

2 Tropfen Kamille blau

in den Quark einrühren, mit einer Spritztülle in die Zäpfchenformen einfüllen und eingefrieren.

Bei Bedarf ein Zäpfchen (aus dem Gefrierfach) entnehmen und einführen.

Meine persönliche Erfahrung und Empfehlung ist möglichst auf Intimpflegeprodukte ganz zu verzichten. Nach dem Toilettengang den After mit einem weichen Papier oder den Ölpflegetüchern s.o.  oder lauwarmen Wasser reinigen. Gerade in der nassen kalten Jahreszeit sollte man sich nicht auf kalte Flächen setzen, auch die Füße sollten möglichst warm sein. Eine ballastoffreiche Ernährung und genügend trinken ist von Vorteil, verzichten sollte man auf stark säurehaltige und scharfe Lebensmittel. Allerdings ist der Verzicht auf Fleisch oft schon eine große Hilfe.

Auch die psychische Seite ist nicht zu unterschätzen. Gerade Menschen die schwer „loslassen“ können, die auf ihrem „Knoten“ sitzen und vieles mit sich selber ausmachen, sind von Hämorrhoidenleiden betroffen.

An dieser Stelle möchte ich Euch ein tolles Buch empfehlen: Darm mit Charme von Guilia Enders (klick hier), die wunderbar erfrischend, lebendig und verständlich über ein unterschätztes, aber eines der wichtigsten Organe schreibt. Nicht selten habe ich beim Lesen dieses Buches geschmunzelt, gestaunt und danach sogar einiges ausprobiert.

  Viele praktische Anwendungstipps gibt es in meinen Büchern „Aromatherapie in der häuslichen Pflege“ und „Basics – Ätherische Öle“ klick hier

 

Allen meinen treuen Lesern wünsche ich einen schönen, besinnlichen Adventszeit.

 

Aromatherapie bei Kindern – Nutzen oder Risiko?

Wir leben heute in einer Welt der schnellen Lösungen und der viel beworbenen Wundermittel – auch die ätherischen Öle werden im World Wide Web also solche des öfteren „beworben“. Da wir mit einer sich ständig verschlimmernden Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika konfrontiert werden, machen uns die ätherischen Öle vielversprechende Hoffnungen.

Bakterien bilden keine Resistenzen gegen naturbelassene ätherische Öle (bei standardisierten oder chemisch stabilisierten Ölen könnte es eher der Fall sein). Forscher haben sogar herausgefunden, dass sie in Kombination mit nicht mehr wirksamen Antibiosen, deren Wirksamkeit wieder herstellen können.

Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, mit ätherischen Ölen und Mischungen zumindest das Immunsystem zu unterstützen, um widerstandskräftiger gegen Krankheitskeime zu sein, denn viele ätherische Öle wirken keimtötend und entlasten somit das Immunsystem. Natürliche „Duftwolken“ wirken nachweislich störend auf die empfindliche Kommunikation von Krankheitskeimen, so verlieren sie an Power. Die für uns angenehm riechenden Naturdüfte wirken auf bösartige Keime als irritierende Signalstoffe. Millionen Jahre alte Verteidigungsmechanismen von Pflanzen stören die Schwarmkommunikation vieler Bazillen, sodass sie nicht oder weniger aggressiv attackieren können. Dieser neue Zweig der Antibiotikaforschung hat in den letzten knapp zehn Jahren spannende Erkenntnisse hervorgebracht.

Daher scheint es nicht überraschend, dass ätherische Öle wie Thymian Thymol, Zimt, Oregano, Gewürznelke oder daraus hergestellte Mischungen an Beliebtheit zunehmen. In der heutigen Zeit werden diese Empfehlungen durchaus in hohem Maße wahrgenommen und nicht zuletzt auch von Eltern, die glauben eine wirkungsvolle und harmlose Alternative zur „Chemiemedizin“ gefunden zu haben.

Es ist verständlich, dass Eltern für ihre Kinder nur das Beste möchten. Medikamente können Nebenwirkungen, manchmal auch gefährliche Nebenwirkungen haben, obwohl man davon ausgeht, das der Nutzen bei der Anwendung bzw. Behandlung überwiegt. Aber auch ätherische Öle können unerwünschte Nebenwirkungen haben und erfordern einen achtsamen Umgang, bei dem die individuelle Wirkung und der Mensch genau betrachtet werden müssen.

Uns stellt sich die Frage ob die derzeitige Art und Weise der (nicht hinterfragten) Anwendungsempfehlungen und der daraus folgenden Anwendungen bei Kindern die Gesundheit tatsächlich wahrt oder wieder herstellt?

Möchtest du weiterlesen, dann klick hier  

„Dufter“ Internationaler Männertag 2018

In die Welt der ätherischen Öle gehören selbstverständlich auch Männer! Leider finden sich in meinen Seminaren, Vorträgen und Workshops nur wenige Exemplare – umso mehr freue ich mich heute einen Spezialbeitrag nur für Männer auf meinem Blog zu schreiben.

Auch für Männer hält die duftende Aromatherapiewelt so einiges bereit. Oft sind es sogar die gleichen Dinge die auch Frauen benötigen 😉

Dieser Artikel soll heute ein kleines Geschenk an das starke Geschlecht von mir sein – nicht zuletzt auch für meinen tollen Mann und meine Jungs!

ICH LIEBE EUCH!

Zurzeit sind Bärte ja wieder voll in Mode und die Bartpflege spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Es soll Männer geben die Stunden damit verbringen Ihre Gesichtshaare stundenlang zu pflegen. Eine Bartpflege mit kaltgepressten Pflanzenölen und schönen Düften pflegt auf natürliche Weise.

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Bartöl – natürliche Pflege für ganze Männer

10 ml Jojobaöl

10 ml Mandelöl

10 ml Arganöl

optional

2 Tropfen Zeder

2 Tropfen Orange

alle Zutaten in einer Pipetten-Flasche mischen und zur täglichen Bartpflege 1-2 Tropfen im Bart verteilen.

Bartbalsam – „Caribic dreams“

40 g Kokosfett (Bio Qualität)

10 ml Mandelöl

1 Tropfen Nanaminze

2 Tropfen Orange

1 Tropfen Grapefruit

Kokosfett im Wasserbad schmelzen, Mandelöl und ätherische Öle dazugeben und in ein verschließbares Döschen füllen.

Bart damit bei Bedarf pflegen.

Honigpeeling – Vorbeugung gegen eingewachsene Barthaare

1 EL Honig mit feinem Zucker mischen und in der Hand verreiben. Damit das Gesicht ca. 1-2 Minuten sanft peelen. Mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Feuchtigkeitsfluid – „Men´s world“

20 ml Sandelholzhydrolat z.B. von Farfalla

10 ml Mandel- oder Hagebuttenkernöl

3 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl

Alle Zutaten in einer Sprühflasche mischen und täglich zur Gesichtspflege 1-2 Sprüher in die Handfläche sprühen und die Gesichtshaut damit pflegen.

Gesichtsöl nach der Rasur

25 ml Mandelöl

5 ml Jojobaöl

5 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl

2 Tropfen Cistrose

2 Tropfen Sandelholz

2 Tropfen Bergamotte

Notfallöl – wenn beim Rasieren Blut fließt

5 ml Jojobaöl

5 Tropfen Cistrose

5 Tropfen Lavendel fein

betroffene Hautstellen damit betupfen

Aber auch der restliche Körper des Mannes schreit nach Pflege:

Körperöl – „Frische kick“

25 ml Mandelöl

25 ml Jojobaöl

5 Tropfen Lemongrass

3 Tropfen Pfefferminze

3 Tropfen Rosmarin cineol

4 Tropfen Bergamotte

alle Zutaten mischen und täglich nach dem Duschen den Körper oder die Beine damit einreiben. Erfrischt und aktiviert!

Shampoo – „Strong hairs“

200 ml neutrales Shampoo z.B. von Urtekram oder Farfalla

10 Tropfen Zeder

10 Tropfen Lavandin

10 Tropfen Orange

stärkt die Haarwurzeln, pflegt die Kopfhaut und riecht wundervoll

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Für sportlich aktive Männer darf natürlich ein Sportöl in der Trainingstasche nicht fehlen:

Sportöl – „Active man“

50 ml Johanniskrautöl

4 Tropfen Cajeput

4 Tropfen Majoran

4 Tropfen Rosmarin cineol

4 Tropfen Grapefruit

alle Zutaten mischen und mit dem Sportöl vor oder nach dem Sport die Muskulatur einreiben.

  Sport                      

Zuckerpeeling für strapazierte Männer-Füße

1 EL Olivenöl

 

1 EL Zucker

2 Tropfen Zitrone

2 Tropfen Rosmarin cineol

alle Zutaten mischen und die Füße damit peelen, danach lauwarm abspülen.

       

Spray bei Prellungen

50 ml Immortellenhydrolat

sollten in keiner Sporttasche fehlen. Immortellenhydrolat wirkt abschwellend, kühlend, schmerzlindernd und antikoagulierend (blutgerinnungshemmend) und beugt somit Blutergüssen vor oder lindert diese.

Unser Seminar „Männersachen“ (klick hier)

Für Männer, die ihre Männlichkeit verstärken möchten und für Frauen, die sich für männliche Aromapflege interessieren

am 22. Februar 2018 mit dem Dozenten Daniel Hogen (Duft-Reisende)

Der Mann: ein wildes, starkes Wesen, das sich nach der harten Arbeit höchstens mit einem Stück Seife wäscht und einmal am Tag in den Spiegel schaut. Seien wir mal ehrlich, diese Zeiten sind schon lange vorbei! Ein echter Mann weiß, wie wichtig Pflegebewusstsein ist, aber zu viele Cremes, Salben und Lotions sind uns ein Graus. Pflege ja, aber schnell und einfach muss es gehen. Auch die Kosmetikbranche hat längst erkannt, dass Männerhaut ihre eigenen Bedürfnisse hat. Aber wie soll man(n) in diesem Dschungel der Pflegeprodukte etwas Passendes finden?

Erfahre in diesem Seminar, wie du deine Männlichkeit mit Ölen und Düften optimal unterstützt. Du lernst, wie du mit ätherischen Ölen gegen Sportverletzungen vorgehst oder deine sportlichen Leistungen steigern kannst, welche Haut-, Haar- und Bartpflege die richtige für dich ist und wie Öle und Düfte deine Männlichkeit auch „unten herum“ pflegen und stärken.

Wir setzen uns mit dem Mann-Sein genau auseinander und erarbeiten die unterschiedlichen Bedürfnisse eines Mannes im Laufe seines Lebens. Dabei sollen sich Männer und Frauen in diesem Seminar gegenseitig inspirieren. Männer erfahren alles über die weibliche Perspektive zum Thema Männlichkeit und umgekehrt lernen Frauen die Perspektive des Mannes besser kennen. Da gibt es sicherlich noch den ein oder anderen hilfreichen Tipp vom anderen Geschlecht. Bringe deine Männlichkeit zur Geltung mit einfacher, maßgeschneiderter Männerpflege.

 

 

So ihr lieben Männer nun noch zwei Rezepturen für verführerische Stunden zu zweit:

Badesahne „Zweisamkeit“

20 ml Sahne

2 Tropfen Ylang-Ylang

2 Tropfen Sandelholz

2 Tropfen Orange

2 Tropfen Benzoe siam

alle Zutaten vermischen und dem Badewasser zugeben

Partnermassageöl „Good Vibrations“

20 ml Mandelöl

2 Tropfen Cardamom

2 Tropfen Jasmin 4% z.B. von Primavera

2 Tropfen Orange

1 Tropfen Rosengeranie

alle Zutaten vermischen und die Partnermassage genießen!

Rosensekt für Zwei

2 EL Rosenhydrolat

1 Flasche Sekt

Das Rosenhydrolat in den Sekt geben und direkt kalt servieren.

So ihr lieben Männer nun wünsche ich Euch viel Freude beim Ausprobieren!

Herbst – Abschied

Nach einem wirklich umwerfenden Sommer sind nun die ersten Zeichen des Herbstes unverkennbar sichtbar – die Blätter verfärben sich, die letzten Blumen sind nun endgültig verblüht und ich werde das Gefühl nicht los, dass ein Abschied naht…..Die Sonne hat sich schon tagelang nicht mehr blicken lassen und heute schneit es zum ersten Mal und das schon seit Stunden.

 

In meinem Umfeld wütet ein heftiger grippaler Infekt und die ersten „Erkältungsöle“ müssen ausgepackt werden – wie gut, dass wir beim Wickelseminar vorgestern viel geübt haben. Eine große Auswahl an antiviralen und antibakteriellen, sowie immunmodulierenden ätherischen Ölen stehen zur Auswahl klick hier

Raum- und Handspray „Keimschreck“

50 ml Wodka
bei der Handspray Variante 5 ml Jojobaöl gegen 5 ml Wodka austauschen
5 Tropfen Thymian linalool
3 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Angelikawurzel
5 Tropfen Zitrone
5 Tropfen Manuka

Ich persönlich nehme bei Halsschmerzen 2 – 3 tägl. einen Teeflöffel Sanddornfruchtfleischöl pur ein, es wirkt entzündungshemmend, schleimhautregenerierend und leicht schmerzlindernd.

Schüttelemulsion mit Sanddornfruchtfleischöl in eine Sprühflasche füllen

25 ml Rosenhydrolat
5 ml Sanddornfruchtfleischöl
1 Prise Xylit (Birkenzucker)
1 Tropfen Neroli

zum besprühen der Mundschleimhaut und des Rachens.

 

 

Spezielle DIY – Mischungen für Kinder findest du auf unserem Blog

www.aroma-mama.de

Ich mag den Herbst mit seiner wunderbar warmen Farbenpracht und dem Duft von reifem Obst und die frische Luft am Morgen.

Jetzt werden die Tage schnell kürzer, und ich habe mit Entsetzen festgestellt, dass es schon gegen 16.30 Uhr dunkel wird. Für viele Menschen beginnt nun die dunkle Jahreszeit und eine Melancholie bis hin zu depressiven Verstimmungen macht sich breit.
Oft spricht man von Winterdepression. Die Ursachen hierfür sind Mangel an natürlichem Tageslicht in Kombination mit sinkenden Temperaturen.

Es ist anzunehmen, dass der Neurotransmitter Seretonin am Mechanismus der zur Winterdepression führt, beteiligt ist. Fehlt dem Gehirn Serotonin, versucht es den Mangel auszugleichen, in dem wir große Lust auf Süßes bekommen.
Der Zusammenhang zwischen Tageslicht und Stimmungslage lässt sich folgendermaßen erklären: An kurzen Lichtarmen Tagen trifft zu wenig Tageslicht auf die Netzhaut des Auges. Aufgrund einer Nervenverbindung der Netzhaut mit der Epiphyse (Zirbeldrüse) kommt es dann zu einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin. Die Melatonin-Produktion erfolgt in der Zirbeldrüse im Stammhirn aus der Aminosäure Tryptophan über die Zwischenstufe Serotonin.
 Die Folge der übermäßigen Melantonin-Ausschüttung: Unsere innere Uhr gerät außer Takt. Man wird müde, schlapp und die Laune lässt zu wünschen übrig.

Viele weitere Anregungen und praktische Tipps gibt es dazu auch im Seminar „Mit Aromatherapie durchs ganze Jahr“ klick hier

Ein wichtiges ätherisches Öl und ein guter Helfer ist hierbei immer die Bergamotte (Citrus aurantium var. bergamia). Vor ca. 3 Jahren habe ich ein besonders tolles Bergamotteöl in die Hände bekommen:
Citrus bergamia Risso et Poiteau.

Sogar eine Analyse konnte ich dazu bekommen:

ca. 22 % Linalylacetat ist ein Ester. Ester sorgen für Entspannung fördern die Serotoninausschüttung und machen froh, heiter und gelassen


ca. 6 % Linalool ist ein Monoterpenalkohol. Diese wirken stimmungsaufhellend und entspannend.

ca. 53 % Limonen ist ein Monoterpen. Monoterpene sind Kraftstpender.

                                                                                

Wer mehr über die Inhaltsstoffe ätherischer Öle lernen möchte, aber Angst vor den vielen fremden Begriffen und der Chemie hat, den begleite ich in meinem neuen Buch „Basics ätherische Öle“ spielerisch durch das „Dorf der Duftmoleküle“ (klick hier)

 

Der Duft ist wunderbar herb, dennoch sehr fruchtig und warm. Meiner Meinung nach das beste Bergamotteöl was ich je gerochen habe!!!

In der Umgebung von Reggio di Calabria wächst die Bergamotte. Erntezeit ist von November bis Februar. Was die Bergamotte eigentlich ist und warum sie gerade hier fußgefasst hat, darüber gibt es viele Geschichten, aber am nahe liegensten ist wohl dies: Irgendwann gelang die Bergamotte auf die Kanarischen Inseln, dort entdeckte sie Kolumbus und nahm sie mit nach Reggio di Calabria.

Die Bergamotte ist ein Baum aus der Zitrusfruchtfamilie und gehört zu den Rautengewächsen wie die Zitrone und Orange. Entstanden ist sie durch eine Züchtung, nämlich die Kreuzung von Bitterorange und Zitrone.

Da man die Früchte wegen ihres bitteren Geschmackes eher weniger genießt, wird aus den Schalen meistens nur die Bergamotte-Essenz, mittels Kaltpressung gewonnen. Allerdings durfte ich vor kurzem bei meinem Lieblingsitaliener Salvatore einen Bergamotte-Likör aus Calabrien genießen – ein Gedicht!

In der Aromatherapie wird das Öl wegen seiner stimmungsaufhellenden, antidepressiven und hormonregulierenden Wirkung sehr geschätzt. Der angenehme, frische und warme Duft der Essenz ist ein echter Stimmungsaufheller. Die angstlösende und nervenentspannende Wirkung wurde sogar von dem Mailänder Osmotherapeut Prof. Rovesti wissenschaftlich belegt. Die Bergamotte wirkt doppelt, sie kann anregen, aufmuntern und Licht in den Alltag bringen, aber auch entspannen und beruhigen, je nachdem mit welchen Ölen man sie mischt. Sie ist eine der flexibelsten Essenzen, da sie sich den beigemischten Ölen anpasst.

Sie ist die einzige Zitrusfrucht mit einem bedeutend hohen Ester-Anteil (z.T. über 60 %), die Zitrone hat im Vergleich dazu nur ca. 1 % Ester. Durch den hohen Esteranteil kann die Essenz der Bergamotte die Seretonin- und Encephalinproduktion anregen. Sie wirkt entspannend, harmonisierend und stimmungsaufhellend. Encephaline stimmen heiter und können das Schmerzempfinden reduzieren.

Wirkung:
Stark stimmungsaufhellend, erfrischend, antiseptisch, antiviral, desodorierend, psychisch ausgleichend, verdauungsanregend, gegen Winterdepression

Haupt-Indikation:
Depressionen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Unruhe, Distress, Appetitlosigkeit

Nebenwirkungen:
Stark photosensibilisierend durch das Furanocumarin Bergapten. Nach Massagen oder Bädern sollte man nicht in die Sonne oder auf die Sonnenbank gehen. Ein furanocumarinfreies Bergamotteöl besitzt jedoch auch nicht die stark beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung – daher lehne ich diese „kastrierte“ Variante ab.

Die Bergamotte nennt man auch den “Lavendel unter den Zitrusölen” und tatsächlich erlebe ich es in meinen Seminaren immer wieder, dass die Teilnehmer bei den Riechübungen, die Bergamotte oft mit dem Lavendel verwechseln.
Aus der Duftkommunikativen Sicht ist die Bergamotte ein Lichtbringer – wir nennen Sie auch gerne mal die Taschenlampe. Die bedeutet zum einen, dass sie das Licht am Ende des Tunnels sein kann (in der Dunkelheit der depressiven Verstimmung), aber sie kann auch Probleme zu direkt und grell beleuchten, was zu einer starken Ablehnung führt (hier ist derjenige einfach noch nicht bereit, sich seinem Problem anzunehmen), in diesem Fall greife ich dann eher zur Blut-Orange (ein guter Stresslöser) oder zur Grapefruit (fördert die Kommunikation).

Es ist immer wieder spannend Menschen mit den Duftkommunikationen Gesprächen und begleiten und ihnen die ätherischen Öle an die Hand zu geben, welche sie gerade gut gebrauchen können!
Wer diese Art der Aromatherapie zusätzlich lernen möchte, kann dies in unseren Dufkommunikationsseminaren mit Christine Lamontain hervorragend tun. klick hier

Mischung im Roll on bei nervösem Herzrasen

10 ml Jojobawachs

5 Tropfen Bergamotte

4 Tropfen Melisse 10 % (von Farfalla)

1 Tropfen Kamille römisch

1 Tropfen Zeder

2 Tropfen Rose türkisch 10 %

 

 

Duftlampe „Herbstlicht“

4 Tropfen Bergamotte

2 Tropfen Kamille römisch

1 Tropfen Sandelholz oder Ho-Blätter

Massageöl „Lichtblick“

50 ml Johanniskrautöl

4 Tropfen Bergamotte

3 Tropfen Neroli

2 Tropfen Lavendel fein

2 Tropfen Petit Grain bigarade

Bergamotte-Rosen-Zucker

250g Rohrohrzucker

6 Tropfen Bergamotte

4 Tropfen Vanilleextrakt

2 Tropfen Rosenöl 10%

Außerdem genieße ich einen Tropfen Bergamotte-Öl in einem Liter Mineralwasser, denn beim Aufdrehen der Flasche kommt mir die Sonne entgegen.

Zu der Bergamotte gesellen sich im Herbst noch andere Zitrusöle, die unsere Stimmung heben.
Erstaunlich finde ich immer den Gesichtsausdruck der Seminarteilnehmer, wenn ich den sogenannten „Kitteltaschenduft“ herumreiche – augenblicklich sehe ich in grinsende Gesichter! Kaum jemand findet das ätherische Öl der Grapefruit nicht gut und möchte den Duftstreifen überhaupt nicht mehr weiterreichen.
Die Grapefruit fördert aus Duftkommunikativer Sicht die Kommunikation und kann auch in schwierigen Momenten die Situation „entschärfen“.

Viele Informationen rund um die Zitrusöle und ihre Wirkung findest Du auf unserem Poster klick hier

Aromapflege für schwerkranke Menschen

Mein Buch Aromatherapie in der häuslichen Pflege (klick hier) feiert seinen ersten Geburtstag und ich möchte mich bei Euch für das tolle Feedback bedanken!!!

 

 

 

Es ist das einzige Buch in dieser Art welches sich an pflegende Angehörige und professionell Pflegende gleichermaßen richtet. Mit vielen praktischen Anwendungsmöglichkeiten, die leicht umzusetzen sind, können Pflegende die ätherischen Öle sicher und verantwortungsvoll anwenden. Ausserdem habe ich ein Kapitel den pflegenden Angehörigen gewidmet, denn die verdienen meinen größten Respekt!

 

 

 

Von unseren fünf Sinnen ist der Geruchssinn sicher derjenige, der den besten Eindruck der Unsterblichkeit vermittelt. (Salvatore Dali)

Gerade wenn aus medizinischer Sicht „nichts oder nur noch wenig getan“ werden kann, gibt es für Pflegende im Hospiz und auf Palliativ Stationen noch viel zu tun!

Hier kann mit Aromapflege ein wertvoller Beitrag für Patienten geleistet werden.

Unter dem Begriff „Aromapflege“ versteht man den fachkundigen Einsatz ätherischer Öle, naturbelassener Pflanzenöle, Hydrolate und deren Produkte in der Gesundheits- und Krankenpflege. Sie dient in der Palliativpflege dem Wohlbefinden, sowie der Linderung von pflegerelevanten Beschwerden. Der Begriff Aromapflege entwickelte sich aus dem Begriff Aromatherapie und wird im Pflegeberuf benutzt. Hierbei handelt sich um eine komplementäre Pflegemethode als Teil der Pflanzenheilkunde.

Die individuellen Pflegeprobleme werden genau beobachtet und im Sinne des Bewohners im Pflegeprozess sowie in der Pflegediagnose umgesetzt. Bei der Aromapflege erfolgt die Anwendung der ätherischen Öle über den Geruchssinn und die intakte Haut. Die Aromapflege umfasst pflegerische und prophylaktische Maßnahmen. Diese Maßnahmen werden im Rahmen des Pflegeprozesses regelmäßig evaluiert und auf ihren Erfolg hin überprüft. Der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen steht dabei immer im Mittelpunkt der Überlegungen!

Was wir im Hospiz und auf Palliativ-Stationen erreichen möchten hat die Gründerin der modernen Hospizbewegung Cicely Saunders etwa so formuliert:

„Sie (die Sterbenden) sind wichtig, weil sie eben sind, Sie sind bis zu ihrem letzten Augenblick ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“                      

Im Hospiz und auf Palliativ-Stationen finden wir eine ganzheitliche und sehr individuelle Pflege vor, welche sich besonders nach den Bedürfnissen der Sterbenden richtet. Die Aromapflege kann nicht nur in den Pflegealltag von professionell Pflegenden integriert werden, auch Angehörige werden angeleitet z.B. kleine Einreibungen zu machen, oder die Mundpflege durchzuführen. So fühlen sie sich weniger hilflos und haben das Gefühl „etwas tun zu können“. Dies wird meist sehr dankbar angenommen.

Die Aromapflege im Hospiz und auf Palliativ-Stationen kann in vielen Bereichen eingesetzt werden:

• Hautpflege
• Waschungen und Bäder
• prophylaktische Hautpflege
• Mundpflege
• bei Unruhe und Angstzuständen
• begleitend zur Schmerztherapie
• zur psychischen Begleitung
• zur Bekämpfung von unangenehmen Gerüchen
• bei Abgeschlagenheit und Schwächegefühl
• geschwollene Extremitäten
• und vielem mehr

Im persönlichen Gespräch mit den Patienten oder Angehörigen können Duftvorlieben und Duftabneigungen besprochen werden. Die Wünsche des Patienten werden so in der Auswahl der ätherischen Öle für Körperpflegemischungen berücksichtigt.
Auch im Flurbereich auf Palliativstationen oder im Hospiz kann eine besondere Atmosphäre durch einen angenehmen Raumduft geschaffen werden. Am besten eignen sich hier frische Düfte wie z.B. Orange, Bergamotte oder Nadelbaumdüfte.

In dieser sensiblen Lebensphase ist eine gute Hautpflege unerlässlich. Hierfür werden in der Aromapflege kaltgepresste Pflanzenöle als Basis für Aromapflegemischungen bevorzugt. Sie pflegen die Haut nachhaltig, ohne sie auszutrocknen und die Poren zu verschließen. Eine große Auswahl an Pflanzenölen und ätherischen Ölen steht uns hier zu Verfügung.

Haut-Im-Takt-Öl


50 ml Mandelöl oder Johanniskrautöl


15 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia/vera)

Mischen Sie das ätherische Lavendelöl mit dem Mandelöl in einer Flasche und tragen es auf die betroffenen Hautpartien auf.

Diese Mischung ist vielseitig einsetzbar und wird von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden. Sie pflegt die Haut, beugt Irritationen vor und wirkt zudem ausgleichend und entspannend.

Eines der wichtigsten Themen ist die Mundpflege. Sie zählt in der palliativen Pflege zu den wichtigsten pflegerischen Handlungen, wenn Patienten nicht mehr genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, meist durch den Mund atmen und keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Oft bilden sich dann Beläge und Borken und Mundgeruch oder es entwickeln sich Infektionen als Folge von Chemo- oder Radiotherapie und der Patient leidet unter starken Schmerzen. Als eines der wirkungsvollsten komplementären Aromapflegeangebote gilt hier das Sanddornfruchtfleischöl, gerade bei der sogenannten Mukositis (Entzündung der Mundschleimhaut) wird dieses Pflanzenöl mit gutem Erfolg angewendet.
Um hartnäckige Borken und Beläge zu lösen kann ein Rosenhonig angewendet werden. Dieser wird auf der Mundschleimhaut aufgetragen und sollte kurze Zeit einwirken. Danach lassen sich die Borken meist recht unproblematisch lösen. Diese Mischung kann entzündungshemmend, schleimhautregenerierend, antibakteriell und antimykotisch wirken.

Rosenhonig


50g Honig (nicht zu fest)


1 Eßl. Rosenhydrolat (z.B. WADI)

Den Honig mit dem Rosenhydrolat in einem Schälchen mischen und auf die Mundschleimhaut vorsichtig auftragen.


Gerade bei der Mundpflege sollte unbedingt der persönliche Geschmack der Patienten berücksichtigt werden, da es sonst zu Abwehrreaktionen oder gar Verweigerung der Mundpflege kommen kann. Die Mundpflege ist die sensibelste Pflege überhaupt, welche von persönlichen Geschmackserlebnissen, Vorlieben und Abneigungen besonders abhängig ist. Eine große Auswahl an Pflanzenölen wie z.B. Oliven-, Sesam- oder Sonnenblumenöl, sowie Kokosfett oder auf Wunsch auch Butter und Honig stehen uns hier zu Verfügung. Diese können mit oder auch ohne ätherische Öle verwendet werden.

Zu einer der häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie zählt die Übelkeit, oft ist diese Verbunden mit Geruchsempfindlichkeit, einer Veränderung des Geschmacks und Appetitlosigkeit. Ätherische Öle können hier direkt auf den Gastrointestinaltrakt und auf das zentrale Nervensystem Einfluss nehmen.
So konnte in mehreren Studien gezeigt werden, dass ätherisches Pfefferminzöl gleichwertig antiemetische Wirkung besitzt wie Metoclopramid oder Ondansetron (lt. Leicester, Hunt, 1982, McKenzie, Gellacher, 1989, Franchomme,1980, Figuenick, 1998, Tate 1997).

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Eine wirklich einfache Anwendung ist das Riechsalz.


Einfaches Kochsalz in ein Döschen geben (z.B. Medi-Becher mit Deckel), jeweils 1 Tropfen folgender ätherischer Öle:


Pfefferminze (Mentha piperita),


Zitrone (Citrus limon) und


Limette (Citrus aurantifolia) auf das Salz tropfen und mit geschlossenem Deckel gut verschütteln.

 

Der Patient kann nun bei Bedarf daran riechen. Bei dementen Patienten empfehle ich statt Salz auf Zucker im Riechdöschen zu verwenden.

 

Ein weiteres großes Thema ist der Schmerz. Hier bietet die Aromapflege eine wertvolle Unterstützung als komplementäre Möglichkeit begleitend zur Schulmedizin. Dadurch können z.B. Analgetika schneller wirken und evtl. geringer dosiert werden. Zudem hat man bei der Auswahl der ätherischen Öle die Möglichkeit die psychische Befindlichkeit des Patienten mit zu berücksichtigen, da sich Schmerzen auch auf den Gemütszustand der Patienten auswirken können.

Relax-Öl


50ml Johanniskrautmazerat (Hypericum perforatum)


8 Tropfen Tonka (Dipteryx odorata)

4 Tropfen Cajeput (Melaleuca cajeputi L.)

4 Tropfen Orange (Citrus sinensis)

2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)

2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia/vera)

Viele palliative Patienten leiden unter Ängsten. Der Begriff Angst ist verwandt mit lateinischen angustus bzw. angustia, was soviel wie „Enge, Beengung, Bedrängnis“ bedeutet. Ätherische Öle haben einen direkten Zugang zum limbischen System welches auch als „Duftgedächtnis“ bezeichnet werden kann. Dort werden bestimmte Botenstoffe wie z.B. Seretonin, Endorphine oder Adrenalin ausgeschüttet, welche direkten Einfluss auf unsere Emotionen haben. Bei Ängste kann der Einsatz ätherischer Öle in der Duftlampe, im Bad, im Massageöl oder als Ölkompresse sehr hilfreich sein:


• Mandarine rot (Citrus reticulata) – beruhigend, angstlösend


• Melisse (Melissa officinalis) – beruhigend, angstlösend


• Neroli (Citrus aurantium) – auch als Notfallöl (aromatische Rescue Tropfen) bekannt


• Benzoe (Styrax tonkinensis) – einhüllend, vermittelt Geborgenheit


• Tonka (Dipteryx odorata) – s.Benzoe


• Vanille (Vanilla fragrans L.) – s. Benzoe


• Lavendel (Lavandula angustifolia/vera) – beruhigend, schlaffördernd


• Kamille römisch (Chamaemelum nobile) – beruhigend


• Zeder (Cedrus atlantica) – stärkend, mutmachend


• Weihrauch (Boswellia sacra) – beruhigend

 

Ölkompresse bei Ängsten


1 Eßl. Pflanzenöl z.B. Olivenöl


2 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl (siehe oben)

Die Ölkompresse kann zwischen zwei Wärmflaschen auch angewärmt werden und wird auf dem Solarplexus aufgelegt.
Die Auswahl der ätherischen Öle sollte der Patient treffen.

Dieser Artikel gibt Ihnen einen kleinen Einblick der aromapflegerischen Möglichkeiten in der palliativen Pflege. Ätherische Öle können sowohl körperliche Beschwerden lindern, haben aber auch Einfluss auf unser psychisches Wohlbefinden. Wichtig bei der Auswahl der ätherischen Öle, der Pflanzenöle und Hydrolate ist die Qualität der Produkte. Hier sollten Sie sich genau informieren und bei namenhaften Firmen einkaufen.
Außerdem sollten eigene Mischungen nur mit Sachkenntnis oder mit Hilfe von Fachliteratur hergestellt werden, denn bei der Dosierung ätherischer Öle gilt: „Weniger ist mehr!“

Anwendungsarten wie z.B. Wundbehandlung obliegen der Anordnung des Arztes und gehört in den Bereich Aromatherapie!!! 

 

Blog artikel

 

Diese Artikel ersetzt keinen Arztbesuch! Es wird Ihnen lediglich ein Überblick über die Anwendung der Aromapflege gegeben, es soll aber keine Behandlungsanleitung sein. Die Verfasserin lehnt deshalb jede Haftung für etwaige Folgen von Behandlungsversuchen ab.

Seminarhinweis:

Aromapflege im Hospiz und in der Palliativpflege (klick hier)

Workshop „praktische palliative Aromapflege“ (klick hier)

Workshop „praktische onkologische Aromapflege“ (klick hier)

 

Seminarhinweis

 

Literatur und Quellennachweis:

 

Aromatherapie in der häuslichen Pflege von Sabrina Herber, Joy Verlag (klick hier)
Basics Ätherische Öle von Sabrina Herber, Joy Verlag (klick hier)
Aromatherapie von Dietrich Wabner/Christiane Beier, Elsevier Verlag
Praxis Aromatherapie von Monika Werner/Ruth von Braunschweig, Haug Verlag
Aromatherapie für Pflege und Heilberufe von Eliane Zimmermann, Sonntag Verlag
Seminarunterlagen ViVere Schule für Aromatherapie und Aromapflege, Sabrina Herber

Berührung mit ätherischen Ölen

Ich freue mich Euch diese besondere Projektarbeit zur Expertin für Aromapflege in Auszügen vorstellen zu dürfen. Elke wird ab 2019 in unserer Schule für Aromatherapie und Aromapflege als Dozentin  unser Team erweitern. Im Workshop „Handmassage im Pflege- und Betreungsalltag“ zeigt sie wie diese Form der Berührung in ihrem Pflegedienst jedem Pflegekunden zu Teil werden kann, ohne dabei den Faktor „Zeit“ aus den Augen zu verlieren. Sie gibt hilfreiche Tipps und Anregungen für die praktikable Umsetzung, die Duftauswahl und vieles mehr.       Klick hier um mehr über diesen Workshop zu erfahren.  

Handstreichung im Pflege – und Betreuungsalltag:

Ein Symbol der Wertschätzung

und des Vertrauens

________________________

Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll

(Johann Wolfgang von Goethe)

[ … ]

Einleitung

“Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ (Wilhelm von Humboldt)

Mein Examen als Krankenschwester habe ich 1988 im Clemens August Krankenhaus Bitburg absolviert.

Ich bin seit 2005 selbständig in einem ambulanten Pflegedienst. Mit der Heilkraft von ätherischen Ölen beschäftige ich mich schon viele Jahre und habe an zahlreichen Fortbildungen zu diesem Thema teilgenommen.

 

Meine Projektarbeit „Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag“ beschreibt wie Aromaanwendungen in Form der Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltages von unserem Pflegedienst integriert und welche Wirkungen auf die Pflegekunden und  auf die MitarbeiterInnen erzielt wurden. Über einen bestimmten Zeitraum wurde die Handstreichung am Ende der Pflege oder im Rahmen der  Entlastungsleistungen  nach SGB XI §45b während der Betreuungszeit, als Teil des allgemeinen Pflegeverständnisses kostenfrei durchgeführt und mit einer anschließenden Umfrage, bzw. Einschätzung der Mitarbeiter festgehalten und ausgewertet.

 

[ … ]

Berührungen gehören zum alltäglichen Leben. Gerade die Hände spielen dabei eine wesentliche Rolle. […] Auch in der Pflege ist die Berührung durch die Hand unabdingbar, denn ohne sie könnten die pflegerischen Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Werden die Berührungen in dem Bewusstsein der Menschenwürde ausgeführt, empfinden es viele als angenehm, mit den Händen berührt zu werden – und dabei am liebsten mit den wahren Händen, ohne die, leider oft nicht zu vermeidende, Latexschicht. […] Um das Vertrauen und Wohlbefinden der Menschen im Pflege- und Betreuungsalltag zu stärken und positiv auf die körperliche und seelische Befindlichkeit der Pflegebedürftigen einzuwirken, kann die Handstreichung im Rahmen der Aromapflege ein wichtiges Element darstellen, um die Pflege so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Umsetzung des Projektes Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag

Projektaufbau

Um in der Pflege und Betreuung mit ätherischen Ölen arbeiten zu können, müssen gewisse Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Pflegefachkräfte  erfüllt sein. Diese sind zum einen Motivation und Engagement der Pflegefachkräfte , ein ausreichendes Grundlagenwissen in der Aromapflege, Erfahrung, bzw. Selbsterfahrung mit der Handstreichung und das Einrichten einer Projektgruppe. [ … ]    

Nach einer einleitenden Testphase wurde das Projekt im Zeitraum vom November 2016 bis zum März 2017 durchgeführt. Ausgewählt wurde dafür eine Pflegetour, im Folgenden Tour 1, sowie eine Betreuungstour, im Folgenden Tour 2 genannt. In der Pflegetour  werden Pflegekunden nach Behandlungspflege  SGB V und Pflegeleistung  SGB XI versorgt. In der Betreuungstour werden die Pflegekunden nach den Entlastungsleistungen SGB XI § 45  betreut und begleitet. Insgesamt nahmen an dem Projekt sechs Pflegebedürftige teil, darunter ein Mann und fünf Frauen. Das Durchschnittsalter lag bei 86 Jahren. Zwei von den sechs Probanden konnten dabei uneingeschränkt kommunizieren und hatten keine Einschränkung in der Mobilität. Bei drei Teilnehmern lag eine Demenz vor, die mit Verlust der Sprechfähigkeit und gleichzeitiger Inmobilität charakterisiert wurde. Ein Teilnehmer hatte eine Demenz, die weder Mobilität noch Kommunikation einschränkte.

Im Folgenden  werden drei der sechs Probanden genauer vorgestellt und charakterisiert, um anschließend die Auswirkungen der Handstreichung auf die einzelnen Pflegekunden besser nachvollziehen zu können.

Frau A.,87 Jahre alt, allein lebend und noch mobil und kommunikativ.  Unterstützt wird sie im Hintergrund von ihren Angehörigen, der Nachbarschaft sowie von unserem Pflegedienst. Bei Frau A. liegt eine Demenz vor, die sich unter anderem durch fehlendes Kurzzeitgedächtnis, unkontrolliertes Essverhalten, Unfähigkeit Dinge an den richtigen Platz einzuräumen und Risiken einzuschätzen, äußert. Die häusliche Umgebung ist ihr jedoch vertraut. Eine Unterstützung in allen Bereichen lehnt sie mit der Begründung ab, dass dieses bereits schon von ihr erledigt sei. Sie „arbeitet“ den ganzen Tag im Haushalt. Ihre Hände sind beansprucht.

Frau B.,82 Jahre alt, lebt mit ihrem Ehemann zusammen. Es liegt eine Demenz mit Inmobilität vor. Zudem ist keine Sprachfähigkeit mehr vorhanden und die Nahrung muss angereicht werden. Eine Mobilisation in den Pflegerolllstuhl kann nur mit dem Patientenlifter durchgeführt werden. Sie führt häufig  stereotype Bewegungen der Unterarme Richtung Kopf  durch.

Frau C.,87 Jahre alt, lebt mit ihrem pflegebedürftigen Ehemann gemeinsam in ihrem Haus. Das Ehepaar erhält Unterstützung einer privat organisierten 24 Stunden-Betreuung. Frau C. leidet unter depressiven Phasen, lässt ungern Berührung zu, lehnt Wohlfühlanwendungen ab und bewegt sich innerhalb des Hauses sowie außerhalb in einem kleinen Radius.

 

Die Auswahl der ätherischen Öle

[ … ] Es ist wichtig, vor der Handstreichung bei einem Gespräch mit den zu behandelnden Menschen oder deren Angehörigen, falls diese sich nicht mehr verbal äußern können, nach bekannten Düften, bzw. nach Duftvorlieben zu fragen [ … ]

 

Für die ersten Handstreichung wurde bewusst nur eine Duftkomponente ausgewählt . Als Basisöl wurde Mandelöl, ein gut verträgliches natürliches fettes Öl verwendet. Es nährt und pflegt jeden Hauttyp. Je nach Herkunft hat es einen milden Eigenduft und lässt sich daher mit allen ätherischen Ölen gut kombinieren.

Die Duftauswahl wurde bei den Menschen, die auf Grund einer Demenz nicht sprechen konnten, auf mehrere Einsätze verteilt und zuvor hat ein Duftgespräch mit den Angehörigen stattgefunden. Es wurden maximal zwei Duftkomponenten getestet, um erstens die subjektive Reaktion einschätzen zu können und zweitens die Pflegekunden nicht unter Druck oder Stress zu setzten.

Die Auswahlkriterien der ätherischen Öle für die Handstreichung stützen sich einerseits auf der Annahme, dass die Düfte vertraut sind, anderseits auf deren Wirkungsweise. Auf den Geist beruhigend oder anregend, auf die Seele ausgleichend oder stimmungsaufhellend, auf die Haut pflegend und heilend und auf den Körper schmerzlindernd oder blutdruckregulierend. Die geistig regen Pflegebedürftigen wählten ihren individuellen Duft sofort aus. Nach einigen Anwendungen wurden gemeinsam Duftmischungen zusammengestellt. Beliebte Düfte sind dabei Vanille und Mandarine sowie Rosmarin  ct cineol und Zitrone.

Aromatherapie mit Rosmarin cineol

Mit folgenden Düften wurde gearbeitet (in der Arbeit näher beschrieben).

  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • Mandarine (Citrus reticulata)
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis ct cineol
  • Vanille (Vanilla planifolia)
  • Zeder (Cedrus atlantica)
   

[ … ]

Dufterfahrung mit Vanille

Bei allen Pflegekunden hat kein anderer Duft wie Vanille so viele positive Reaktionen hervorgerufen. Bei Pflegekunden mit einer Demenz hat sich das in Form von strahlendem Lächeln gezeigt oder durch verbale Äußerungen. Ein Beispiel dafür ist die Rückmeldung eines Pflegekunden, dass die Ölmischung wie im … ( Benennung vom Geburtsort) rieche. Der Duft Vanille erinnert somit an zu Hause. Andere wiederum öffneten den Mund, möglicherweise in der Erwartung eine Speise angereicht zu bekommen.

Bei der Auswahl der ätherischen Öle war auffallend, dass bei orientierten Pflegekunden das Vanille Öl ausnahmslos in die engere Wahl kam und alle den Duft benennen konnten.

Um sich zu vergewissern, dass Vanille tatsächlich zu den Lieblingsdüften zählt, wurde die Reihenfolge der ätherischen Öle so gewählt, dass Vanille den Schluss bildete. Der Vanilleduft erweckte letztendlich die Erinnerung und ein anschließendes Gespräch wurde geführt. Dabei wurde von den Pflegekunden meistens nicht geschildert, dass der Duft an die Kindheit erinnert, viel mehr wurde über das Kochen und Backen mit Vanille gesprochen. Unabhängig von Erkrankung brachte der Vanilleduft bei allen Pflegekunden ein Lächeln und strahlenden Augen hervor. [ … ]

 

Dufterfahrung mit Mandarine

Eine besondere Erfahrung besteht zum Mandarinenöl. Während der Teamsitzung wurde der Raum mit Mandarinenöl beduftet. Während der Sitzung beklagten sich einige Kollegen über Kopfschmerzen. Die Ursache war zunächst unerklärlich, da in der Literatur die Duftreaktion der Menschen als positiv beschrieben wird. Später wurde dann jedoch festgestellt, dass das Mandarinenöl oxidiert ist und dies negative Reaktionen  wie Kopfschmerzen hervorgerufen hat.

Auch für die Pflegekunden stellt das Mandarinenöl eine intensive Duftnote dar. Die Reaktionen nach dem Schnuppern am konzentrierten Mandarinenöl zeigten sich oftmals in Bemerkungen wie „Das riecht aber stark“. Gute Erfahrung wurde bei der Duftprobe mit  einer  0,5 % Verdünnung gemacht. Bei einem unruhigen Pflegekunden, der die Mischung Mandarine/Lavendel zur Nacht als Einreibung erhält, berichtete die privat organisierte 24-Stunden-Betreuungskraft, dass der Mann sehr ruhig und entspannt in die Schlafphase kommt.

Ein anderes Beispiel ist der Einsatz bei einer palliativen Pflegekundin (Versorgung nach SGB V). Sie leidet unter Blähungen, Verstopfung und körperliches Unwohlsein. Heilende Kräuter wie Kümmel, Fenchel und Anis erinnerten die Person jedoch zu sehr an Ihre Kinder im Kindesalter. Die Massagemischung mit Mandarine, Basilikum, Majoran und Lavendel, die von ihrer Freundin als leichte Bauchmassage angewendet wurde, brachte wohltuende Linderung.

Besonders gern wird der zarte, fruchtige Duft im Winter während der Adventszeit eingesetzt. Eine Einschlaf-Wohlfühlmischung aus Mandarinenöl in Kombination mit Vanille oder Lavendel fein soll der Seele in kalten Tagen die Sonne zurück bringen.Mandarinenöl wird somit in vielen Situation unterstützend eingesetzt und grundsätzlich von allen Pflegekunden in der richtigen Konzentration und individuellen Mischung sehr gut angenommen.

Umsetzung der Handstreichung im Pflege- und Betreuungsalltag

 

 

Nach Auswahl der ätherischen Öle und Duftmischungen wurde die Handstreichung in den Pflegealltag bei den jeweiligen Probanden integriert. [ … ] Die Aromaanamnese sowie der Unverträglichkeitstest wurden für jeden Teilnehmer individuell auf dem Formblatt „Erhebung zur Aromapflege“ schriftlich festgehalten. Vor Ort wurde dann bei jedem Teilnehmer eine Dokumentationsmappe eingerichtet, in der die Pflegenden das Formblatt „Einschätzung Wohlbefinden Handstreichung“ finden konnten und ihre Messungen und Einschätzungen bezüglich der Anwendung dokumentieren konnten.

Dabei wurde vor der Handstreichung Blutdruck, Puls, Atmung, Handtemperatur und Beweglichkeit der Hände als objektive Parameter erfasst. Nach der Handstreichungen mussten die Pflegenden dann subjektiv einschätzen, welche Auswirkung die Handstreichung auf den Teilnehmer hatte. Dafür wurden sechs Variablen (Mimik, Kopfbewegung, Blickrichtung, Körperhaltung, Duftraktion, Gefühle) mit jeweils verschiedenen Ausprägungen erstellt, um die Einschätzung für den Pflegenden zu erleichtern. Auch hatte die behandelnde Pflegefachkraft die Möglichkeit, Beobachtungen auf dem Formblatt zu dokumentieren, die als Parameter nicht vorgegeben sind.

   

Reaktionen der Pflegekunden auf die Handstreichung

 

Bei allen sechs Probanden konnte unter den objektiven Beobachtungen folgendes festgestellt werden. Die Handtemperatur veränderte sich von kühlen  zu warmen Händen . Die Beweglichkeit der einzelnen Finger war leichter und  die Feinmotorik wurde angeregt. Die Blutdruck- und Pulskontrolle konnte nicht immer durchgeführt werden. Ein Wohlfühlangebot mit der Vitalzeichenkontrolle zu verbinden war nicht in jeder Pflegesituation durchzuführen. Zwei Pflegekunden haben dies auch abgelehnt. Bei den anderen Probanden gab es unterschiedliche Beobachtungen. Keine Veränderung der Vitalzeichen bis zur Blutdrucksenkung. Eine Blutdruckerhöhung nach der Handstreichung war nicht festzustellen.

Die subjektive Beobachtung nach der Handstreichung fiel bei allen positiv, mit unterschiedlichen Reaktionen, aus. Von Veränderung in der Mimik in Form von entspannten Gesichtszügen bis hin zum Lächeln. Die Körperhaltung wurde entspannter. Zwei Pflegekunden schliefen unter der Anwendung entspannt ein. Menschen die in der Lage waren zu sprechen, äußerten sich positiv über die Duftnote mit Sätzen wie „Ach, riecht das gut“ oder „Das ist herrlich!“.

Die Reaktion von Frau A. auf ein Handbad mit anschließender Handeinreibung (Rosengeranie) hinterließ einen bleibenden Eindruck. Während der Anwendung reagierte sie unmittelbar auf bestimmte Techniken mit Kommentaren wie „Toll wie Sie das machen, das fühlt sich so richtig gut an“. Bedingt durch ihr fehlendes Kurzzeitgedächtnis mochte sie am Ende der beidseitigen Handeinreibung noch eine Anwendung der vermeintlich nicht behandelten Hand. Nach der Anwendung kam aus tiefsten Herzen folgende Äußerung mit Blick auf Ihre Hände: „die fühlen sich viel leichter an, jetzt kann ich mehr schaffen“.

Handbad mit in Sahne emulgierten ätherischen Ölen

Frau C., eine Pflegekundin mit einer Depression, konnte bei der ersten Handstreichung nicht entspannen, lediglich die Hände wurden freigegeben. Es fiel ihr schwer die Handstreichung als Wohfühlangebot anzunehmen. Bei den weiteren Anwendungen war sie insgesamt lockerer und äußerte, dass es ihr gut getan hat, freute sich über die bessere Beweglichkeit der Finger. Auch bei der Auswahl ihres Lieblingsduftes ließ sich eine interessante Beobachtung machen.

Frau C. reagierte stark negativ auf den Duft Lavendel. Dies äußerte sich durch Kopfschütteln und Rümpfen der Nase. Im Laufe des Gesprächs kam heraus, dass mit diesem Duft negative Erinnerungen verknüpft waren, da ihre Oma immer nach Lavendel roch, mit ihr hatte sie kein gutes Verhältnis. Mandarine hingegen war ein für sie angenehmer Duft und Vanille rief eine sofortige positive Reaktion hervor. Ihr Gesicht strahlte und sie äußerte: „Oh, das ist Vanille, das ist gut. Auch wenn sie unter der Anwendung beim ersten Mal nicht richtig entspannen konnte, wollte sie auf jeden Fall weitere Handstreichungen.

Trotz geistiger und körperlicher Einschränkung wie bei Frau B. ließen sich während der Behandlung  positive Auswirkungen der Handstreichung feststellen. Frau B. war sichtbar entspannter und die stereotypen Bewegungen wurden weniger. Am Ende der Anwendung waren ihre Finger lockerer und das Strecken der einzelnen Finger war leichter möglich. Sie lag ruhig im Pflegerollstuhl und wirkte zufrieden. Bei der Auswahl des ätherischen Öl fiel foStreichung der Handinnenflächelgendes auf.Beim Vanille Duft drehte Frau B. ihren Kopf in die Duftrichtung  und  öffnete ihren Mund , als wollte sie etwas essen. Das eigenständige  Zuwenden zum Vanilleduft  symbolisierte somit ihre Sympathie zum Duft.

Insgesamt wurde bei allen Pflegekunden, die kognitiv in der Lage waren, nach einer längeren Handstreichung beobachtet, dass diese ihren Blick auf ihre Hände wandten und die Fingergelenke bewegten. Ganz im Sinne von wie faszinierend und angenehm eine Handstreichung sein kann.

  

Fazit

Mit nur einem Tropfen eines Lieblings-Ätherischen Öls verdünnt in einem Basisöl kann man mit einer einfachen Methode, wie bei der Handstreichung eine vertrauensvolle, intensive Beziehung herbeiführen und den Menschen in seiner jetzigen Lebenssituation begleiten. Die Handstreichung hat sich im Pflegealltag [ … ] zu einem wertvollen Ritual entwickelt, um sich aus einer Pflegesituation zu verabschieden und Vertrauen zu schaffen. Auch im Betreuungsalltag, wo die Handstreichung nicht als Verabschiedungsritual sondern als tatsächliche Behandlung ausgeführt wird, wird sie von Pflegekunden und Angehörigen sehr geschätzt. [ … ]

Durch das Projekt wurde das Interesse für die Aromapflege bei den Angehörigen geweckt und erkannt, wie bedeutend eine einfache Aromapflegeanwendung für Menschen, die „nur noch im Bett liegen“ sein kann. [ … ]

Die Pflegenden haben durch die Aromapflegeanwendungen im Rahmen der Grundpflege  und während Betreuungszeiten eine besondere Vertrauensbasis geschaffen, positive Erfahrung und  Freude  an den  angenehmen Düften  erlebt .  [ … ]

Im Grunde hat das Projekt gezeigt, dass jede ambulante Einrichtung sowie jede Pflegefachkraft, mit den entsprechenden Ressourcen und ausreichendem Wissen die Möglichkeit hat, sich mit dem Thema auseinander zu setzten und Aromapflegeanwendungen einsetzten kann. [ … ]

 

Bildquellen: Handmassagebilder; E. Erasmy, Pflanzenbilder; Sabrina Herber